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Herschel beendet Beobachtungsprogramm

Herschel beendet Beobachtungsprogramm

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Das Infrarot-Observatorium Herschel der ESA hat seinen Vorrat an flüssigem Helium erschöpft. Wie die gestrige Kommunikation mit der Bodenstation ergab, sind die Temperaturen aller Instrumente deutlich angestiegen – ein sicheres Zeichen dafür, dass kein Kühlmittel mehr vorhanden ist.

Der wissenschaftliche Teil der Mission ist damit beendet. In den mehr als dreieinhalb Jahren seit dem Start hat Herschel seine einzigartigen Instrumente nicht nur auf ferne Galaxien und Sterne gerichtet, sondern die Mission ermöglichte auch neue und überraschende Erkenntnisse über unser Sonnensystem. So konnten Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS), welche die Sonnensystembeobachtungen der Mission leiten, etwa mit Hartley 2 erstmals einen Kometen identifizieren, dessen Wasser dem der Erde stark ähnelt. Das Verhältnis von schwerem Wasser, bei dem ein Wasserstoff-Atom durch das schwere Isotop Deuterium ersetzt ist, zu normalem Wasser entspricht fast genau dem entsprechenden Verhältnis auf der Erde. Anders als zuvor gedacht, kommen Kometen somit doch als wichtige Wasserlieferanten für die frühe Erde in Frage.

Für all diese und zahlreiche weitere Beobachtungen ist das flüssige Helium an Bord des Weltraumobservatoriums entscheidend. Nur so lassen sich die Detektoren der Instrumente auf die erforderlichen -271 Grad Celsius abkühlen, aber nach und nach verdunstet das Helium und die Instrumente werden unbrauchbar. Um technische Tests durchführen zu können, werden die Bodenstationen in den nächsten Wochen noch weiter mit dem Satelliten kommunizieren. Im Mai dieses Jahres wird Herschel dann in eine stabile Umlaufbahn um die Sonne überführt und dort langfristig „geparkt“.

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