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Auftakt für die Mission "Cosmic Kiss"

Matthias Maurer Auftakt für die Mission „Cosmic Kiss“

Nach mehreren Verschiebungungen ist der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer am frühen Donnerstagmorgen mit einer Crew-Dragon-Kapsel von SpaceX zur ISS gestartet.

Matthias Maurer ist am 10. November um 21:03 Ortszeit (11. November 2021, 03:03 Uhr MEZ) zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die Falcon-9-Rakete mit der Crew Dragon "Endurance" an der Spitze startete vom Launch-Pad 39 A am Kennedy Space Center der NASA auf Merrit Island (Florida). Maurer ist nach Thomas Pesquet der zweite Europäer, der als Missions-Spezialist an Bord einer Crew Dragon von SpaceX fliegt. Zur Crew-3-Besatzung des kommerziellen NASA-Crew-Programms gehören neben Maurer die NASA-Astronauten Raja Chari (Kommandant), Thomas Marshburn (Pilot) und Kayla Barron (Mission-Spezialistin).

Für den 51-Jährigen Materialwissenschaftler aus St. Wendel ist es der erste Raumflug. Maurer soll voraussichtlich bis April 2022 auf der ISS leben und arbeiten. Mehr als 100 internationale Experimente, darunter 36 aus Deutschland, stehen auf seinem Programm. Sein Mission trägt den Namen "Cosmic Kiss".

22 Stunden Flugzeit

"Wir sind alle sehr ruhig, das ist sicher ein Erfolg des Trainings", sagte Maurer wenige Tage vor seinem Start. "Wir sind sehr konzentriert. Wenn wir in der Kapsel sitzen, wird die Aufregung sicher kommen. Ich bin kein Superheld und möchte auch keiner sein, hinter meiner Arbeit stecken viele, viele Leute."

Der Flug zur ISS dauert rund 22 Stunden, die Kapsel soll am 11. November, 19:10 Ortszeit (12. November, 01:10 Uhr MEZ) an der Raumstation andocken.

Maurer ist seit Juli 2015 Mitglied des Astronautenkorps der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und wurde am 14. Dezember 2020 für seine erste ISS-Mission nominiert. Maurer ist der vierte Deutsche, der eine Mission auf der ISS absolviert. Der Start der Crew-3-Mission war ursprünglich für den 31. Oktober geplant gewesen, musste aber wegen schlechten Wetters und wegen eines kleineren medizinischen Problems bei einem der Astronauten mehrfach verschoben werden.

Lesen Sie hier ein Interview, das die FLUG REVUE im Frühjahr mit Matthias Maurer geführt hat.

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