NASA-Mondmission: Artemis II wird frühestens im März starten

Wasserstoffleck bei SLS-Generalprobe
Artemis II wird frühestens im März starten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.02.2026
Als Favorit speichern
Artemis II wird frühestens im März starten
Foto: NASA/Joel Kowsky

Die NASA hat den sogenannten Wet Dress Rehearsal, eine Generalprobe vor dem Start der Artemis-II-Mondmission ohne Astronauten, am frühen Dienstagmorgen beendet – und wegen verschiedener Probleme das Startdatum von Artemis II angepasst. "Wir verschieben den Starttermin im Februar und streben nun den März als frühestmöglichen Starttermin für Artemis II an", so der NASA-Administrator Jared Isaacman auf X. In der Zwischenzeit sollen die Daten des Wet Dress Rehearsals ausgewertet und ein zweiter Test durchgeführt werden.

Bei dem wichtigen Test auf der Startrampe 39B des Kennedy Space Center in Florida trat ein Wasserstoffleck an einer Schnittstelle zur Betankung der Hauptstufe des Space Launch System (SLS) auf. Die Ingenieure versuchten mehrere Stunden lang, das Problem zu lösen. Dafür wurde beispielsweise die Betankung mit Flüssigsauerstoff gestoppt, damit sich die Schnittstelle aufwärmen und die Dichtungen setzen können, und um den Treibstofffluss anzupassen.

Probleme mit Orion und der Kommunikation

Nach Angaben der NASA gelang es den Startteams, alle Tanks in der Haupt- als auch in der Oberstufe mit Flüssigwasserstoff und Flüssigsauerstoff zu füllen, bevor fünf Teammitglieder zur Startrampe ausrückten, um abschließende Arbeiten an Orion durchzuführen.

Der Countdown lief bis ungefähr fünf Minuten vor einem simulierten Start. Dann wurde er von der Bodeninfrastruktur gestoppt, weil sich das Wasserstoffleck an der SLS-Hauptstufe vergrößerte. Zudem gab es Probleme mit einem Ventil, das im Zusammenhang mit der Bedrückung des Orion-Crewmoduls steht. Nach Angaben der NASA wurde es kürzlich ausgetauscht und musste nachgezogen werden, weshalb die Arbeiten an Orion länger dauerten als geplant. Probleme gab es auch mit der Audio-Kommunikation, die mehrfach im Verlauf des Wet Dress Rehearsals ausfiel.

Tiefe Temperaturen in Florida hätten zwar mehrere Kameras und anderes Zubehör beeinträchtigt, jedoch nicht die Testaktivitäten an sich, so die NASA in einer Pressemitteilung. Im Fall eines tatsächlichen Starts hätte die Kälte jedoch zusätzlicher Aufmerksamkeit bedurft. Die NASA musste die Betankung der SLS-Rakete wegen der eisigen Temperaturen um zwei Tage verschieben.

Neues Verfahren erfolgreich erprobt

Bei den Arbeiten an Orion wurde ein neues Verfahren umgesetzt, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen. Während die Astronauten ihre Plätze einnehmen und Mitglieder des Startteams die Luken von Orion schließen, werden die Hohlräume des Servicemoduls der Kapsel mit Atemluft anstelle von gasförmigem Stickstoff gespült.

"Da zwischen den SLS-Starts mehr als drei Jahre liegen, haben wir durchaus mit Herausforderungen gerechnet. Genau aus diesem Grund führen wir eine Generalprobe durch. Diese Tests dienen dazu, Probleme vor dem Flug aufzudecken und den Starttag mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit zu planen", schreibt Isaacman auf X.