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Planetenforschung

Zwei Premieren in Japan

Am 14. September um 14:00 Uhr Ortszeit startete auf dem Uchinoura Space Center erstmals die neue Trägerrakete Epsilon. An Bord befand sich der 350 Kilogramm schwere Forschungssatellit SPRINT-A (Spectroscopic Planet Observatory for Recognition of Interaction of Atmosphere).

61 Minuten und 39 Sekunden nach dem Lift–off trennte sich der Satellit von der Rakete. Dabei gab die japanische Raumfahrtbehörde JAXA bekannt, dass der Flugkörper den Eigennamen HISAKI erhalten hat. Diesen Namen trägt auch ein Kap auf der Halbinsel Tsushiro im Gebiet von Uchinoura, das bei Tagesanbruch als erstes vom Sonnenlicht getroffen wird; somit steht es als Symbol für einen neuen Tag. Gleichzeitig beten dort Fischer für eine sichere Fahrt und glückliche Heimkehr, und schließlich liegen die Observationsziele der Mission jenseits (saki) der Sonne (Hi).

Kurz nach Erreichen der Umlaufbahn entfalteten sich problemlos die Solarzellenflächen, und die Bodenstation empfing erste Daten über den guten Zustand des Satelliten. Nach den üblichen Checks wird SPRINT-A beginnen, die Planeten des Sonnensystems im Bereich des extremen UV-Lichts zu untersuchen. Dieses kann wegen der irdischen Atmosphäre nicht von der Erde aus beobachtet werden, doch in der Umlaufbahn ist es gut zu empfangen. Es gibt Auskunft über die Zusammensetzung der Atmosphäre und die Magnetosphäre der Himmelskörper. Besonders beim Jupiter, der von allen Planeten des Sonnensystems das stärkste Magnetfeld hat, interessiert die Wissenschaftler der Einfluss des Sonnenwindes. Bei Mars und Venus wiederum, die über gar kein Magnetfeld verfügen, nimmt der solare Teilchenstrom ganz anderen Einfluss auf die jeweilige Atmosphäre.

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