in Kooperation mit

Raumfahrtfirma von Amazon-Chef Bezos

Blue Origin führt Komponententests für BE-4 durch

Das private US-Raumfahrtunternehmen Blue Origin will noch in diesem Jahr mit der Erprobung eines BE-4-Testtriebwerks beginnen.

Die Komponententests für das neue BE-4-Raketentriebwerk von Blue Origin sind in vollem Gange, wie die Raumfahrtfirma des Amazon-Gründers Jeff Bezos am Donnerstag mitteilte. Bisher seien in den firmeneigenen Anlagen in Van Horn, Texas 170 Tests mit der gestuften Verbrennung erfolgt, davon 51 mit ein und derselben regenerativ gekühlten Brennkammer und Düse. Im Laufe dieses Jahres soll ein komplettes Testtriebwerk erprobt werden.

Zudem baut Blue Origin zwei neue Teststände auf, einen Hochdruck-Teststand und einen weiteren für ganze Triebwerke. Erstere ist für kurze Testläufe mit Vorbrennern bestimmt, die zur Verfeinerung der Zündungssequenz dienen.

Das BE-4 wird mit Flüssigerdgas (liquified natural gas, LNG) und flüssigem Sauerstoff als Oxidator betrieben und verfügt über eine gestufte Verbrennung (staged combustion). Das BE-4 liefert einen Startschub von 2445 Kilonewton. Es ist als Antrieb für die in der Entwicklung befindliche Vulcan-Trägerrakete von United Launch Alliance (ULA) gedacht. Blue Origin rechnet mit einer Zulassung 2017, der erste Vulcan-Flug soll 2019 stattfinden.

Vor kurzem ist die US Air Force im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft in die BE-4-Entwicklung eingestiegen. Gleichzeitig wurde Aerojet Rocketdyne von der US Air Force mit der Entwicklung eines neuen Raketentriebwerks beauftragt. Dadurch wollen die USA ihre Abhängigkeit von russischen Triebwerken beenden, die aktuell in der Atlas-V-Trägerrakte von ULA zum Einsatz kommen.

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