US Space Force vergibt Startauftrag für Raketenwarnsystem

Raketenabwehr aus dem Weltall
Space Force vergibt Startauftrag für Raketenwarnsystem

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.01.2026
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Space Force vergibt Startauftrag für Raketenwarnsystem
Foto: SpaceX

Das Space Systems Command (SSC) der US Space Force hat Aufträge im Gesamtwert von 739 Millionen Dollar für insgesamt neun Raketenstarts vergeben, die die Fähigkeiten der Vereinigten Staaten zur Raketenwarnung und -verfolgung erheblich verbessern sollen.

Alle Aufträge gingen an das private Raumfahrtunternehmen des Milliardärs Elon Musk, SpaceX. Insgesamt sollen 44 Satelliten für Raketenüberwachung, -verfolgung und Feuerleitung in den Orbit gebracht werden.

Die Verträge sind Teil der Phase 3 Lane 1 des National Security Space Launch (NSSL) Programms, das sich auf die Beschaffung kommerzieller Startdienste für weniger anspruchsvolle oder kritische Missionen konzentriert, bei denen Satelliten in niedrige oder mittlere Erdumlaufbahnen gebracht werden. Die Aufträge unterstützen Missionen der Space Development Agency (SDA) und des National Reconnaissance Office (NRO).

Die Vergabe umfasst drei separate Auftragsgruppen:

SDA-2: Zwei Starts für insgesamt 18 Satelliten der Tranche 2 Tracking Layer, hergestellt von L3Harris, sowie ein weiterer Start für acht Satelliten des Fire-control On Orbit-support-to-the-warfighter (F2) Systems von Millennium Space Systems. Die F2-Konstellation ist ein Demonstrationssystem mit acht Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn. Die Starts sollen Ende 2026 beginnen.

SDA-3: Zwei Starts für insgesamt 18 weitere Tranche-2-Tracking-Layer-Satelliten, hergestellt von Lockheed Martin. Diese Missionen sind für das dritte Quartal 2027 geplant.

NTO-5: Mehrere Starts zur Unterstützung eines Missionsbereichs des NRO, die Anfang 2027 und im zweiten Quartal 2028 stattfinden sollen. Über die genaue Art der zu startenden Satelliten machte die Space Force keine Angaben, da die Missionen des Spionagesatelliten-Dienstes geheim sind.

Die jetzt vergebenen Startaufträge sind Teil eines umfassenden Programms zur Modernisierung der weltraumgestützten Raketenüberwachung. Bereits im Januar 2024 wurden drei Verträge mit einem Gesamtwert von über 2,5 Milliarden Dollar für die Tranche-2-Tracking-Layer-Satelliten vergeben. L3Harris erhielt dabei 919 Millionen Dollar, Lockheed Martin 890 Millionen Dollar und Sierra Space 740 Millionen Dollar.

Im April 2024 folgte dann der Auftrag an Millennium Space Systems zur Entwicklung der acht FOO-Fighter-Satelliten mit einem Vertragswert von bis zu 414 Millionen Dollar.