in Kooperation mit

Vorhersage soll verbessert werden

Wettersatellit MetOp-C erfolgreich gestartet

Der europäische Wettersatellit MetOp-C ist am 6. November um 21.47 Uhr Ortszeit (7. November 1.47 UHR MEZ) an Bord einer Sojus-Rakete von Kourou aus erfolgreich gestartet.

Durch den 4083 Kilogramm schweren Satelliten soll laut Aussage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Wettervorhersage noch genauer werden. Die beiden baugleichen älteren Satelliten, MetOp-A (gestartet im Oktober 2006) und MetOp-B (gestartet im September 2012) befinden sich bereits auf einer polaren Umlaufbahn in 817 Kilometern Höhe.

Mit MetOp-C sollen alle drei Satelliten in der sogenannten Tristar-Konfiguration betrieben werden, bei der sie einen Abstand von 120 Grad zueinander haben werden. Dadurch kann der gleiche Ort auf der Erdoberfläche mehrmals am Tag erfasst werden. Durch ihre geringe Höhe messen die Satelliten nach Aussage des DLR eine Vielzahl von Beobachtungsgrößen mit deutlich höherer Genauigkeit als die geostationären Satelliten der Meteosat-Reihe in 36000 Kilometern Höhe. Betrieben wird das MetOp-System in Kooperation zwischen der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und EUMETSAT, der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten. 

"Die Instrumente der Metop-Satelliten messen Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile in Abhängigkeit von der Höhe, die für die Wettervorhersagen wesentlich sind. Außerdem erfassen sie den Zustand der Wolken, die Temperatur über Meer und Land sowie die Konzentration wichtiger Spurengase wie zum Beispiel Ozon in der Atmosphäre.", so Thomas Ruwwe, MetOp-Programm-Manager im DLR Raumfahrtmanagement in Bonn. Die beiden älteren Satelliten haben zu einer deutlichen Steigerung der Qualität von Wettervorhersagen geführt: Der Zeitraum für Kurzfristprognosen konnte um einen Tag verlängert werden und auch die Qualität mehrtägiger Wetterprognosen wurde verbessert. Mit MetOp sollen Vorhersagen zwischen ein paar Stunden und zehn Tagen möglich sein, so der Betreiber EUMETSAT.

Die Instrumente von MetOp, hier in einer künstlerischen Darstellung, stammen aus Europa und den USA. Foto und Copyright: ESA

Deutschland ist mit rund 21 Prozent an der Entwicklung des Satelliten beteiligt. Die Nutzlastmodule und das Instrument ASCAT (Advanced Scatterometer) wurden bei Airbus in Friedrichshafen gefertigt. Durch von ASCAT gewonnene Daten der Wasserreflexion der Meere lassen sich Rückschlüsse auf Windgeschwindigkeit und -richtung ziehen, welche für die Wettervorhersage wichtige Größen sind und bei der maritimen Routenplanung Verwendung finden. Weitere Instrumente wurden in den USA entwickelt.

Das Nachfolgeystem MetOp-SG (Second Generation) befindet sich zur Zeit in der Entwicklung und soll voraussichtlich ab 2023 in Betrieb gehen.

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