Russland nutzt Kampfhubschrauber Ka-52 als Drohnenjäger - mit Kalaschnikow-Raketen

Kampfhubschrauber besser als Flugabwehrraketen?
Russland nutzt Kamow Ka-52 für die Drohnenabwehr

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.08.2026
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Der russische Rüstungskonzern Kalaschnikow setzt bei der Abwehr feindlicher Drohnen über russischem Gebiet verstärkt auf bemannte Kampfhubschrauber statt auf klassische Flugabwehrraketen oder Abfangdrohnen, wie Konzernchef Alan Luschnikow in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur TASS erklärt.

Hubschrauber statt Abfangdrohne

Nach Luschnikows Einschätzung ist ein Hubschrauber beim Aufspüren und Verfolgen gegnerischer Drohnen beweglicher als spezialisierte Abfangdrohnen. Hinzu komme, dass der Raketeneinsatz vom Hubschrauber aus deutlich günstiger sei als der Einsatz herkömmlicher Flugabwehrraketen.

Primär trägt die Kamow Ka-52 Alligator, die als leistungsfähigster Kampfhubschrauber der russischen Armee gilt, die Wichr-Lenkraketen. Der Helikopter gilt eigentlich als Panzerjäger, allerdings hat sich der Krieg in der Ukraine inzwischen so gewandelt, dass der "Alligator" genannte Helikopter in dieser Rolle kaum noch zum Einsatz kommt.

Die Ka-52 Alligator wird seit 2008 in Arsenjew im Fernen Osten Russlands gebaut. Charakteristisch für die zweisitzige Maschine sind der koaxiale Hauptrotor und die Pilotensitze nebeneinander. Vor Kriegsbeginn verfügte Russland über rund 130 Ka-52. Inzwischen lässt sich die Flottenstärke schwer einschätzen.

Eine modernisierte Variante, die Ka-52M, in Russland auch Super-Alligator genannt, wird seit Anfang 2023 an die Truppe ausgeliefert.

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen ein verbessertes optoelektronisches Zielsystem, ein neues AESA-Radar zur Erfassung von Boden- und Luftzielen sowie eine automatische Anbindung an ein Aufklärungs- und Kommunikationsnetzwerk.

Außerdem besitzt die "Super-Alligator" ein verstärktes Fahrwerk und eine bessere Panzerung. Die Ka-52 kann insgesamt bis zu 2,8 Tonnen Bewaffnung tragen, dazu kommt eine 30-Millimeter-Bordkanone.

Vom Panzerabwehrsystem zur Drohnenwaffe

Die Kalaschnikow-Rakete Wichr selbst wurde ursprünglich als laserstrahlgeführte Luft-Boden-Waffe gegen gepanzerte Fahrzeuge entwickelt. Das System hat eine Reichweite von rund zehn Kilometern.

Die Wichr bewährte sich laut Kalaschnikow-Chef Luschnikow im Kampf gegen ukrainische Panzer. Mit dem verstärkten Drohneneinsatz auf dem Schlachtfeld verschwanden gepanzerte Ziele jedoch zunehmend aus dem Gefecht.

Kalaschnikow rüstete die Rakete daraufhin für die neue Lage um. Ein neu integrierter, kontaktlos arbeitender Zielsensor erlaubt inzwischen den gezielten Einsatz gegen Drohnen, so der Hersteller. Die Steuerung erfolgt weiterhin über einen Laserleitstrahl, ein Operator übernimmt die Zielzuweisung.