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SoftBank und AeroVironment kooperieren

Hawk30: Der Funkmast in der Stratosphäre

AeroVironment Hawk30 HAPS Foto: Softbank

Das japanische Technologieunternehmen SoftBank gab am Donnerstag erstmals Details der Telekommunikationsplattform Hawk30 bekannt, die zusammen mit AeroVironment entwickelt wird.

Für ihre Pläne einer flexiblen Mobilfunkabdeckung aus 20 Kilometer Höhe haben die beiden Firmen Ende 2017 das Gemeinschaftsunternehmen HAPSMobile gegründet, das zunächst etwa 100 Millionen Dollar für die Entwicklungsarbeiten zur Verfügung hat.

Hawk30 ist ein unbemanntes Flugzeug, optmiert für den Dauerflug (etwa sechs Monate) in der Stratosphäre. Der Flügel hat eine Spannweite von 78 Metern. Für die Energie sorgen Solarmodule, die auch Batterien speisen. Zehn Propeller sind an der Flügelvorderkante montiert. Hawk30 soll eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 110 Stundenkilometern erreichen.

Gebaut wurde der Hawk30 bei AeroVironment in Kalifornien, wo demnächst auch die Flugerprobung beginnen soll. Hawk30 baut dabei auf die Erfahrungen auf, die AeroVironment bereits vor über 20 Jahren mit Pathfinder, Pathfinder Plus und Helios gesammelt hat. Sie erreichten Flughöhen von bis zu 29500 Metern. Allerdings waren damals Solar- und Batterietechnologie noch nicht ausreichend für einen monatelangen Dauerbetrieb.

AeroVironment Hawk30 HAPS AeroVironment Hawk30 HAPS AeroVironment Hawk30 HAPS AeroVironment Hawk30 HAPS

Bis 2023 hofft man nun, die Test abgeschlossen zu haben und Telekommunikationsdienste anbieten zu können. Die Abkürzung HAPS (High Altitude Platform Station) bezieht sich dabei auf Systeme, bei denen unbemannte Objekte wie Flugzeuge, die in der Stratosphäre fliegen, wie Telekommunikationsbasisstationen betrieben werden können, um die Konnektivität über weite Bereiche (Radius etwa 200 Kilometer) zu gewährleisten.

Durch den Einsatz von HAPS will SoftBank in der Lage sein, stabile Internetverbindungsumgebungen an Standorten aufzubauen, die nicht durch Telekommunikationsnetze versorgt werden, wie z.B. bergiges Gelände, abgelegene Inseln und Entwicklungsländer.

Zusammenarbeit mit Google Loon

Neben dem Hawk30 gibt es derzeit ähnliche Projekte von Boeing/Aurora Flight Sciences (Odysseus) sowie von Airbus (Zephyr). Darüber hinaus Arbeitet Google/Alphabet am Projekt Loon, bei dem statt Flugzeugen Ballone in die Stratosphäre geschickt werden.

SoftBank und Loon verkündeten am Donnerstag eine langfristige strategische Zusammenarbeit, um die Entwicklung von hoch fliegenden Plattformen voranzutreiben. Als Teil der neuen Beziehung und der Finanz- und Investitionsstrategie von HAPSMobile hat HAPSMobile beschlossen, 125 Millionen US-Dollar in Loon zu investieren. Loon hat das Recht erhalten, in Zukunft den gleichen Betrag in HAPSMobile zu investieren.

Um die Beziehung zu stärken, prüfen die Unternehmen aktiv kommerzielle Kooperationen, um die Bereitstellung von High-Speed-Netzwerkverbindungslösungen zu beschleunigen, wobei der Schwerpunkt auf dem Ausbau der mobilen Internetdurchdringung, der Bereitstellung von Internet of Dings (IoT)-Anwendungen und der Unterstützung bei der Bereitstellung von 5G liegt.

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