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Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern

CH-53 der Luftwaffe helfen beim Löschen

Foto: Österr. Bundesheer

Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen hat sich in der Nacht weiter ausgebreitet. Die Bundeswehr hilft den Feuerwehrkräften vor Ort mit zwei CH-53 beim Löschen. Auch die Bundespolizei ist mit Hubschraubern im Einsatz. Und sogar die Berliner Flughafenfeuerwehr rückt an.

Mittlerweile haben sich die Flammen über ein Gebiet von rund 600 Hektar ausgebreitet: Während die Waldbrände in der Nähe des Ortes Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter um sich greifen und die Kriminalpolizei einem „begründeten Verdacht“ der Brandstiftung nachgeht, sind zwei Sikorsky CH-53G der Bundeswehr vor Ort im Dauereinsatz. Gemeinsam mit den Feuerwerhkräften vor Ort, Löschpanzern sowie weiteren Hubschraubern der Bundespolizei versuchen die Piloten des Hubschraubergeschwaders 64 aus Holzdorf/Schönewalde, die Brandnester einzudämmen. Diese haben sich mittlerweile zum größten Waldbrand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns ausgeweitet.

Foto: Luftwaffe
Die Bundeswehr steht in Lübtheen im Dauereinsatz. Während am Boden Panzer Brandschneisen schlagen sollen, löschen die Hubschrauber aus der Luft.

5000 Liter Wasser pro Flug

Die beiden CH-53G sind in der Lage, pro Flug aus unter dem Rumpf mitgeführten „Bambi-Buckets“ rund 5000 Liter Wasser über den Brandherden auszukippen. Um Wasser „nachzutanken“ pendeln sie nach dem Abwurf zurück zum nahegelegenen Schaalsee oder zum Waldbad Probst Jesar und fliegen anschließend von Neuem ins Einsatzgebiet. Ein Bundeswehr-Tankwagen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 aus Laage versorgt die beiden Großhubschrauber sowie die Helikopter der Bundespolizei in den Einsatzpausen vor Ort mit Sprit. Die „Bambi-Buckets“ der von der Bundespolizei verwendeten Super Puma und EC-155 fassen jedoch deutlich weniger Wasser als die der Luftwaffen-Transporthubschrauber. Insgesamt kommt den Huschraubern vor Ort jedoch eine wichtige Schlüsselrolle zu: Da das Feuer in unmittelbarer Nähe eines ehemaligen Truppenübungsplatzes ausgebrochen ist und dort noch immer alte Munition im Boden vermutet wird, könne die Löschkräfte am Boden das Gebiet nur begrenzt betreten. Hilfe aus der Luft ist deshalb mehr als willkommen.

Berliner Flughafenfeuerwehr hilft mit

Seit gestern Nacht ist auch die Flughafenfeuerwehr aus Berlin mit einem Panther 6x6 vor Ort in die Löscharbeiten involviert. Laut Twittermeldung von Berlin Airport ist das Fahrzeug zur Waldbrandbekämpfung bestens geeignet: „Flugfeldlöschfahrzeuge sind extrem geländegängig. Der Panther hat riesige Reifen, Allradantrieb und über 700 PS.“ Außerdem fasse er 12000 Liter Löschwasser. Unterdessen hat der Deutsche Feuerwehrverband angemahnt, künftig mehr Hubschrauber für Löscheinsätze bereitzustellen.„Es wäre gut, wenn wir in Deutschland zehn weitere Hubschrauber mit der Möglichkeit hätten, Außenlastbehälter zu transportieren“, sagte der Vizepräsident des Verbandes, Karl-Heinz Knorr.

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