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Abnahme fester Bestellungen wird immer weiter verschoben

Qantas will ihre restlichen A380 nicht mehr

Die australische Fluggesellschaft Qantas will weitere acht, bereits fest bestellte, A380 möglichst gar nicht mehr abnehmen. Mit den zwölf vorhandenen A380 im Bestand sei man aber zufrieden.

Qantas-Vorstandschef Alan Joyce machte entsprechende Angaben gegenüber der australischen Webseite "Australian Business Traveller". Die Auslieferung der restlichen, 2006 fest bestellten acht Flugzeuge werde ständig weiter hinausgezögert, mindestens noch zehn Jahre. "Unser Ziel ist, diese Flugzeuge nicht mehr abzunehmen", zitierte die Webseite den Vorstandschef. Die Auslieferungen waren ursprünglich bis Ende 2015 vorgesehen. 

Qantas setzt ihre bisherigen zwölf A380 auf Routen nach Los Angeles, Dallas und London ein. Diese Flugzeuge bewährten sich auf den bisherigen Routen. Mehr Bedarf gebe es im Netzwerk aber nicht. Langfristig plane Qantas stattdessen die Beschaffung großer Zweistrahler, wie Boeing 777-8 und -9 sowie Airbus A350-900ULR, die Flugsegmente bis über 16 Stunden Dauer nonstop schafften.

Erst auf der jüngsten Farnborough Airshow hatte Virgin Atlantic am Rande einer Bestellung von zwölf A350-1000 eine vorhandene, feste Bestellung für sechs A380 nur noch als "Option" bezeichnet. Damit kommt auf Airbus die unangenehme Aufgabe zu, den dünner werdenden Auftragsbestand der A380, die derzeit vergeblich um neue Bestellungen kämpft, um eine Reihe von "Karteileichen" zu bereinigen. Airbus zählt derzeit 319 feste Bestellungen für das Flaggschiff A380. Davon sind 193 Flugzeuge bereits ausgeliefert.

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