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Airbus A300/A310

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Mit der Entwicklung des Airbus A300-Programm begann 1969 die Geschichte des europäischen Flugzeugherstellers Airbus. Das Basismodell des zweistrahligen Kurz- und Mittelstreckenflugzeugs A300 wurde mehrfach modernisiert bis zur A300-600. Airbus bot ebenfalls die verkürzte Version A310 an, die für Mittel- und Langstreckenflüge weiterentwickelt wurde.

Der Airbus A300 war das erste Großraum-Verkehrsflugzeug mit nur zwei Triebwerken und zugleich das erste Flugzeug der unter dem Namen Airbus fusionierten Flugzeugwerke. Mit über 50 m Länge kann eine A300 maximal bis zu 361 Passagieren Platz bieten.

A300B1 (Prototypen A300)
Das Programm A300 wurde am 29. Mai 1969 gestartet. A300B1 war die Bezeichnung für die ersten beiden Prototypen der A300. Sie wurden angetrieben von zwei CF6-Triebwerken General Electric. Am 28. Oktober 1972 absolvierte die A300 ihren Jungfernflug.

A300B2 (Serie A300)
Als A300B2 wurden die ersten Serienmodelle der A300 bezeichnet. Im Vergleich zu den A300-Prototypen war der Rumpf um 2,65 m gestreckt und erhielt im hinteren Bereich zwei zusätzliche Notausgangstüren. Ihren Erstflug hatte die A300B2 im Juni 1973. Die A300B2 war für Kurzstrecken ausgelegt und hatte eine Reichweite von bis zu 3.500 km. Airbus unterteilte ab 1978 die A300B2 in verschiedene Untervarianten.

Die Untervariante A300B2-100 war die Basisversion der Serienmodelle. Am 30. Mai 1974 wurde die erste A300B2-100 bei Air France in Dienst gestellt.

Mit der Untervariante A300B2-200 wurde das maximale Abfluggewicht auf 142 Tonnen gesteigert. Außerdem erhielt die A300B2-200 Krügerklappen zur Verbesserung der Langsamflugeigenschaften. South African Airways übernahm 1976 das erste Exemplar dieser A300-Untervariante.

Die Untervariante A300B2-300 war eine Weiterentwicklung der vorherigen Varianten. Durch strukturelle Veränderungen wurde das maximale Landegewicht der A300-Untervariante erhöht. Überdies war die A300B2-300 die erste Version, die von JT9D-Triebwerken von Pratt & Whitney angetrieben wurde.

A300B4 (Serie A300)
Parallel zur A300B2 wurde ab 1975 auch die Variante A300B4 produziert. Im Vergleich zur A300B2 wurden das maximale Abfluggewicht und die Reichweite erhöht. Auch von der A300B4 gab es verschiedene Untervarianten.

Die Untervariante A300B4-100 war das Basismodell der weiterentwickelten Reihe. Die erste A300B4-100 wurde im Mai 1975 an die Germanair ausgeliefert. Die Untervariante A300B4-200 stellte eine weitere Entwicklungsstufe der A300B4 dar. Dabei wurde die Struktur des Flugzeugs nochmals verstärkt, um Abflug- und Landegewicht der A300 weiter zu erhöhen. Auch die Nutzlast wurde dadurch erhöht, was in Bezug auf die Frachtversionen der A300 von Vorteil war. Im Januar 1980 wurde die erste A300B4-200 an Hapag-Lloyd Flug ausgeliefert. Die erste reine Frachtversion, die sogenannte A300F4-200, wurde 1986 beim Erstkunden Korean Air Lines in Dienst gestellt.  

Mit der Untervariante A300B4-600 wurde die Entwicklung der A300 fortgesetzt. Hierbei wurden Modernisierungen vorgenommen, die Airbus für die A310 entwickelt hatte. Die A300B4-600 erhielt das Cockpit und das Heck der A310, was den nutzbaren Innenraum des Flugzeugs vergrößerte. Außerdem konnte durch überarbeitete Tragflächen und leistungsstärkere Triebwerke die Reichweite auf bis zu 6.800 km gesteigert werden. Als Triebwerke standen das PW4000 von Pratt & Whitney und das CF6 von General Electric zur Verfügung.

Mit der A300B4-600R wurde nochmals die Reichweite der A300 erhöht, indem der Trimmtank und das dazugehörige automatische System von der A310 übernommen wurden.

Hinzu kamen noch verschiedene Frachtversionen und sogenannte Convertible-Versionen, die wahlweise als Passagier- oder Frachtmaschine genutzt werden konnten. Eine besonders spezielle Version ist der Airbus A300-600ST, Beluga genannt. Der Super Transporter erinnert in seiner Form an einen Belugawal und wurde für den Transport von besonders großvolumigen Lasten entwickelt. Airbus nutzt dieses Maschinen in der Hauptsache für den Transport von Flugzeugsektionen zwischen den Airbus-Standorten.

A310
Airbus entwickelte die A310 aufgrund der Nachfrage nach einer kurzen A300. Die A310 ist ein verkürzter Airbus A300, der für Mittel- und Langstreckenflüge konzipiert und weiterentwickelt wurde. Die A310 wies zahlreiche technische Neuerungen auf, um mit den Konkurrenzprodukten von Boeing, zum Beispiel der 767, mithalten zu können. Die Neuerungen flossen auch in die A300-Serie ein.

A310-200
Die A310-200 ist die Basisversion der A310. Die ersten A310 besaßen noch keine Winglets und eine geringere Reichweite als die späteren Versionen. Dennoch war die A310-200 schon für Mittel- und kurze Langstreckenflüge geeignet.

A310-300
Die A310-300 ist eine Weiterentwicklung der A310-200. Sie unterscheidet sich von der A310-Basisversion einen Trimmtank im Höhenleitwerk, einem dadurch benötigten höheren Abfluggewicht sowie Wingtip Fences. Bei der A310-300 standen neben den CF6-80 Triebwerken auch neu eingeführte PW4000 Triebwerke von Pratt & Whitney zur Verfügung. Diese ersetzten die JT9D-Triebwerke der A310.

Die A310-300 hat innerhalb der A300/310-Flugzeugfamilie die größte Reichweite. Durch den Einbau von zusätzlichen Tanks im Frachtraum lässt sich die Reichweite der A310-300 noch weiter erhöhen. Im Dezember 1985 wurde die erste A310-300 an Swissair ausgeliefert.

Weitere A310-Varianten
Neben den Frachtversionen der A310 wurden wie bei der A300 auch Convertible-Versionen hergestellt, die wahlweise für Fracht- oder Passagierbeförderung genutzt werden konnten. Außerdem wurden verschiedene militärische Versionen gebaut, die unter anderem als Regierungsflugzeug, als Transportmaschine und zur Luftbetankung von Militärmaschinen genutzt werden können. Mit einem Nachrüstsatz ist die deutsche Luftwaffe in der Lage, eine A310 zur fliegenden Intensivstation umzubauen. Hierbei handelt es sich um die A310-MedEvac.  

Herstellung A300/A310
Die Endmontage der A300 und A310 erfolgte in Toulouse. Die Produktion der A300 und der A310 wurde 2007 eingestellt.

A300/A310 – Bestellungen und Auslieferungen
Insgesamt gingen bei Airbus 821 Bestellungen für die A300/A310-Familie ein. Es wurden 561 Airbus A300 und 255 Airbus A310 gebaut und ausgeliefert. Die letzte Maschine, eine A300F4-600R wurde am 12. Juli 2007 an FedEx ausgeliefert.

Technische Daten
Modell Airbus A300/A310
Hersteller Airbus
Land International
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