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Airbus A350-900

Der Airbus A350-900 ist ein zweistrahliges Passagierflugzeug für die Langstrecke des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Mit der A350-Flugzeugfamilie tritt Airbus in Konkurrenz zu den Boeing-Modellen 777 und 787. Die A350-900 ist die Basisvariante des Airbus A350.

Die A350-900 bietet mit ihrer Länge von 66,89 m in einer Dreiklassenbestuhlung 314 Passagieren Platz. Die A350-900 wird von Trent XWB-Triebwerken des Herstellers Rolls-Royce angetrieben und hat eine Reichweite von 15.000 Kilometern.

Entwicklung und Meilensteine des Airbus A350-900
Der Airbus A350 war ursprünglich nicht als völlig neu entwickeltes Flugzeug vorgesehen, sondern als eine Modernisierung der A330-Flugzeugfamilie. Da jedoch Konkurrent Boeing mit den neuen Großraumflugzeugen Boeing 767 und Boeing 777, sogenannte „wide bodies“, sehr erfolgreich am Markt war, änderte Airbus die Strategie für die Entwicklung der A350. Entgegen den anfänglichen Planungen, entschloss sich Airbus 2005 die A350 doch größtenteils neu zu entwickeln und so basierten nur 10 Prozent der A350-Entwicklung auf dem Airbus A330.

Am 1. Dezember 2006 war der offizielle Start des geänderten Projekts Airbus A350. Die Entwicklung der A350-Flugzeugfamilie firmierte nun unter dem Titel A350 XWB („eXtra Wide Body“). Mit dem vollständig neu entwickelten breiteren Rumpf sollte die A350 das erste Wide Body-Flugzeug von Airbus werden. Bei der Konstruktion der A350 wurde, ähnlich des 787 Dreamliners von Boeing, zum Großteil auf Verbundwerkstoffe gesetzt. Mit der CFK-Konstruktion des Rumpfes spart Airbus bei der A350 Gewicht ein, was die Treibstoffkosten und damit auch die Betriebskosten der A350 senkt. Außerdem hat die Verwendung von CFK-Paneelen den Vorteil, dass sich beschädigte Rumpfsegmente leichter und kostengünstiger ersetzen lassen. Dies ermöglicht bei der A350 einen wesentlich kostengünstigeren Betrieb als beispielsweise bei einer A330.  

Am 14. Januar 2009 begann Airbus am Standort Toulouse mit dem Bau einer neuen Montagestätte speziell für die A350. Der erste A350-Prototyp verließ am 4. Juni 2013 den Toulouser Airbus-Hangar für Rolltests. Der Erstflug der A350-Prototyps MSN001 mit dem Kennzeichen F-WXWB fand am 14. Juni 2013 statt. Dabei handelte es sich um eine A350-941-Version mit Trent XWB-Triebwerken von Rolls-Royce.

Für die Musterzulassung durch die EASA und FAA absolvierte die A350-900 ein Programm mit über 2600 Flugteststunden, bei denen Flugzeugzelle und Systeme weit über ihre normalen Betriebsgrenzen hinaus beansprucht wurden.

Die Testflotte bestand aus fünf A350-Prototypen:
MSN1, F-WXWB, Erstflug: 14. Juni 2013
MSN3, F-WZGG, Erstflug: 14. Oktober 2013
MSN2, F-WWCF, Erstflug: 26. Februar 2014
MSN4, F-WZNW, Erstflug: 26. Februar 2014
MSN5, F-WWYB, Erstflug: 20. Juni 2014

Zunächst erteilte die europäische EASA der A350-900 die Zulassung am 30. September 2015. Am 12. November 2015 wurde die A350 auch von der amerikanischen FAA zugelassen.

Herstellung Airbus A350-900
Die Komponenten für die A350-900 werden an verschiedenen Standorten des Airbus-Konzerns produziert. Die Endmontage des Airbus A350 erfolgt am Airbus-Standort Toulouse.

Airbus A350 – Bestellungen und Auslieferungen
Für die A350-900 gingen bis zum Erstflug im Juni 2013 schon über 400 feste Bestellungen ein. Auch für die noch folgenden Modelle der A350-Flugzeugfamilie, die A350-800 und die A350-1000, erhielt der Flugzeugbauer bereits Bestellungen. Die erste A350 wurde am 22. Dezember 2014 an Qatar Airways ausgeliefert. Den ersten Linienflug absolvierte der Airbus A350 am 15. Januar 2015 von Doha nach Frankfurt/Main.

Variante Airbus A350-900R
Die Variante A350-900R stellt eine Version mit gesteigerter Reichweite dar. Diese Ultralangstreckenversion der A350 soll über eine Reichweite von 16.000 - 19.000 Kilometern verfügen. Die A350-900R wurde von Airbus angekündigt, es gibt allerdings noch keine endgültige Freigabe durch den Flugzeughersteller für diese A350-Variante.  

Variante Airbus A350-900F
Die A350-900F ist eine Frachtervariante des Airbus A350. Die Version A350-900F ist von Airbus angekündigt, aber bisher ohne endgültige Freigabe durch den Airbus-Konzern.

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