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Airbus stellt A380-Kabinenmodifikationen vor

Airbus-Flaggschiff soll wirtschaftlicher fliegen Airbus stellt A380-Kabinenmodifikationen vor

Airbus will die Kabine der A380 umgestalten, um bei möglichst gleichem Komfortniveau mehr Sitze unterzubringen. Dies soll die Kosten pro Sitz senken und den stockenden Verkauf des Vierstrahlers ankurbeln.

Die sogennannten "A380 Cabin Enablers" (Kabinen-Ertüchtigungen) sollen die Wirtschaftlichkeit der A380 verbessern, den Raum besser ausnutzen und den Einbau von insgesamt bis zu 80 zusätzlichen Sitze ermöglichen, um deutlich mehr Umsatz für die Airlines zu erzeugen. Airbus stellte die jüngsten Neuerungen im Umfeld der Messe Aircraft Interiors Expo in Hamburg vor.

Eine Neugestaltung der vorderen Treppe vom Hauptdeck zum Oberdeck gehört zu den vorgestellten Neuigkeiten, die optionalen “New Forward Stairs” (NFS). Dabei wird statt der bisherigen, zweispurigen Treppe von den Bugtüren ins Oberdeck nur noch eine deutlich schmalere Treppe weiter hinten am Türpaar 2 eingebaut, die weitgehend in einer Wandverkleidung verschwindet. Somit entstehe Raum für bis zu 20 zusätzliche Passagiersessel, rechnet Airbus vor.

Außerdem will Airbus den bisherigen Ruheraum für zwei Piloten hinter der Cockpitwand gemeinsam mit dem Ruhebereich der Flugbegleiter ins Unterdeck verlegen. Dieses "Combined Crew-Rest Compartment" (CCRC) schaffe Flächen für weitere drei Passagiere der Premium Economy Class im vorderen Hauptdeck. Schließlich sollen statt bisher zehn Sitzen pro Economy-Reihe (3-4-3)  im Hauptdeck künftig elf Sitze pro Reihe (3-5-3) installiert werden, was 23 Extrasitze bedeutet. 

Auch im Rumpfheck will Airbus die Kabine verdichten: Im "New Aft-Galley Stair Module" (AGSM) sitzen 14 zusätzliche Passagiere. Statt der bisherigen Wendeltreppe wird eine gerade Treppe eingebaut. Damit entsteht im Hauptdeck Raum für zusätzliche Küchenmodule, in denen zwei weitere Essenswagen Platz finden.

Im Oberdeck der A380 will Airbus die Seitenschränke unterhalb der Fenster entfernen und stattdessen dort diagonal gestellte Schlafsessel der Business Class einbauen. In Liegestellung strecken die Passagiere dieser Kabine in "Fischgrätenanordnung" ihre Füsse dann dort weit unter die Seitenwand. Zehn zusätzliche Plätze kann man dadurch einbauen.

Für die Premium Economy Class im Hauptdeck schlägt Airbus eine Anordnung mit neun Sitzen pro Reihe im Hauptdeck vor. Die Sitzzahl erhöhe sich hiermit gegenüber der bisherigen Anordnung mit acht Sitzen pro Reihe um elf Plätze.

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