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Airbus-Zweistrahler-Flaggschiff

Airbus A350-1000: Erster Flügel ist im Bau

Im walisischen Broughton hat der Bau des ersten Flügels für den Airbus A350-1000 begonnen. Diese größte Version der A350 soll 2016 zum Erstflug starten.

Die Flügelmontage habe im neu errichteten Flügelwerk für die A350 in Broughton begonnen, teilte Airbus am Dienstag mit. Die Spannweite des A350-1000-Flügels entspreche dem Flügel der A350-900. Jedoch seien 90 Prozent der Teile verändert worden und die Flügelhinterkante sei vertieft worden, um die zusätzliche Nutzlast und Reichweite zu schaffen.

Der 32 Meter lange und sechs Meter breite Flügel ist das bisher größte Werkstück, das in der zivilen Luftfahrt aus Kohlefaser entsteht. Der Flügel wurde bei Airbus im britischen Filton, nahe Bristol, entwickelt, wo auch Kraftstoffsystem und Fahrwerk konstruiert wurden. Die schwere A350-1000 nutzt ein verändertes Hauptfahrwerk mit jeweils sechs Rädern, statt jeweils vier Rädern, wie bei der A350-900.

Der A350-Flügel ist auf hohe Reisefluggeschwindigkeit und gutes Langsamflugverhalten bei möglichst einfacher, leichter und wartungsfreundlicher Mechanik ausgelegt. Die Vorflügel liegen als sogenannte "Droop Noses" widerstandsarm und nahtlos an. Die Landeklappen sind als sogenannte "Dropped-Hinge Flaps" steiler nach unten ausfahrbar und liefern mehr Auftrieb als herkömmliche Landeklappen. Der CFK-Flügel der A350 kann mit Hilfe eines elektronisch gesteuerten Böenlast-Kontrollsystems außerdem alle Klappen unabhängig voneinander so ausschlagen, dass die strukturelle Belastung bei Turbulenzen und Manövern automatisch vermindert wird. Die erste A350-1000 soll 2016 zum Erstflug starten.

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