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Aufsichtsratssitzung

BER soll weiter 2017 öffnen

Die Flughafengesellschaft hält weiter an ihrem Ziel fest, den Flughafen Berlin Brandenburg in der zweiten Jahreshälfte 2017 in Betrieb zu nehmen, so das Management nach der Aufsichtsratssitzung am Freitag.

Die Parole von Geschäftsführung und Aufsichtsrat lautet: „Es gibt keine Notwendigkeit, von diesem Fahrplan abzurücken, solange dieser noch eingehalten werden kann“.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und FBB-Aufsichtsratsvorsitzender räumte allerdings ein, dass: „jedem bewusst ist, dass die Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 schwer zu halten ist“. Allerdings: „Wenn wir es noch schaffen können, 2017 ans Netz zu gehen, ist die Vorgehensweise der Flughafengesellschaft richtig, mit aller Kraft weiter an der Fertigstellung zu arbeiten. Der Druck auf die Bautätigkeiten darf in dieser Phase nicht nachlassen“.

Müller erwartet „aber auch von den Behörden einen konstruktiven Beitrag nach Recht und Gesetz." Damit spielt er darauf an, dass der 5. Nachtrag der Baugenehmigung immer noch nicht genehmigt ist. „Der offene Nachtrag hindert uns im Moment aber nicht am Weiterbauen, da wir mit dem Bauordnungsamt (BOA) in engem Kontakt sind und deshalb wissen, was wie gebaut werden muss. Arbeiten, die nicht vom 5. Nachtrag betroffen sind, werden fortgesetzt,“ so Dr. Karsten Mühlenfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Selbst aus Sicht des Management „liegen Planung und Bau des Flughafens Berlin Brandenburg hinter dem im Oktober 2015 aufgestellten Rahmenterminplan“. Voraussetzung für eine Inbetriebnahme in der zweiten Jahreshälfte 2017 ist es deshalb, „dass die noch offenen Nachforderungen des Bauordnungsamtes zum 5. Nachtrag zur Baugenehmigung des Fluggasterminals zügig abgearbeitet werden können. Im Mittelpunkt stehen hierbei drei Entrauchungsszenarien an der Schnittstelle zwischen Bahnhof und Terminal. Anschließend kann auch der 6. Nachtrag zur Baugenehmigung vervollständigt werden. Erst mit Vorliegen aller Genehmigungen kann das Terminal fertig gebaut werden“. Geplant ist eine Fertigstellung im Sommer 2016. Dafür wurden die Kapazitäten der Firmen vor Ort auf über 700 Mitarbeiter gesteigert.

Weiter Schritte für Regierungsterminal

Derzeit wird das Baufeld für das Interimsterminal auf der Ramp 1 am Standort Schönefeld frei gemacht. Der Regierungsflughafen soll seinen endgültigen Standort auf der Ramp 2 erhalten. In der heutigen Aufsichtsratssitzung wurden die verschiedenen Umsetzungsvarianten für diese Hauptbaumaßnahme besprochen. Die Varianten wurden bereits mit dem Bund und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat sich heute für die Variante ausgesprochen, die eine schrittweise Baufeldfreimachung und die Schaffung einer Ersatzfläche für wegfallende Flugzeugabstellpositionen vorsieht.

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