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Aussichten für das Gesamtjahr bleiben positiv

Ryanair beendet 4. Quartal mit Verlust

Durch ungünstige Treibstoffsicherungsgeschäfte (Hedging), höhere Personalkosten und eine schwache Airline-Konjunktur rutschte Ryanair im letzten Kalenderquartal 2018 in die roten Zahlen. Für das Gesamtjahr bleibt das Unternehmen aber zuversichtlich.

Ryanair meldete für die letzten drei Monate 2018 einen Nettoverlust von 19,6 Millionen Euro. In dem Zeitraum wurden 32,7 Millionen Passagiere befördert, während es ein Jahr zuvor erst 30,4 Millionen gewesen waren. Der Umsatz wuchs um neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Allerdings habe ein Überangebot am Markt zu niedrigeren Ticketerlösen geführt. Durch ungünstiges Hedging stiegen die Kraftstoffkosten um 32 Prozent, was sich in Verbindung mit 31 Prozent höheren Personalkosten in insgesamt 20 Prozent höheren Betriebskosten niederschlug. Für das gesamte Geschäftsjahr, es reicht bei Ryanair jeweils bis Ende März, erwartet Ryanair dennoch einen Gewinn in Milliardenhöhe, wenn auch möglicherweise niedriger, als zuvor erzielt.

Personell hat Vorstandschef Michael O'Leary seinen Vertrag um fünf Jahre verlängert. Im Rahmen einer veränderten Struktur wird O'Leary künftig Konzern-Vorstandschef, dem neben Ryanair dann auch Laudamotion, die Ferienflugtochter Ryanair Sun und die mit britischer Lizenz neu gegründete Ryanair UK unterstehen. Die Töchter erhalten jeweils noch eigene Vorstandschefs. O'Leary entscheidet aber zentral über Flottenbeschaffungen, Übernahmen und Kostensenkungsprogramme.

Dagegen soll Ryanair-Chairman David Bonderman, eine weltweite „graue Eminenz“ im Niedrigpreisfluggeschäft und bei dessen Finanzierung an der Börse, nach 23 Jahren das Unternehmen im Sommer 2020 verlassen. Ein Drittel der Aktionäre hatte gegen seine Wiederbestellung gestimmt, nachdem es im Sommer 2018 zu chaotischen Personaleinsatzproblemen und Flugausfällen gekommen war.

Bildergalerie: Boeing 737 im Einsatz bei Ryanair

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