in Kooperation mit
Etihad

Boeing 787-9 als Ökoflieger

Etihad macht den Dreamliner zum Greenliner

Etihad arbeitet weiter am emissionsarmen Fliegen: Die Airline aus Abu Dhabi hat zusammen mit Boeing das Projekt „Greenliner“ ausgerufen: Ab 2020 will sie eine ihrer Boeing 787 als fliegendes Öko-Testlabor im Linienbetrieb einsetzen. Auch ein neuer Biosprit soll zum Einsatz kommen.

36 Boeing 787 betreibt Etihad aktuell: 30 787-9 und sechs Exemplare der größeren 787-10. Anfang des kommenden Jahres werden die Araber ihren 37. Dreamliner erhalten – und der wird aus dem Rest der Flotte nicht nur wegen seiner Farbgebung herausstechen. Zusammen mit Boeing möchte Etihad aus dem 37. Dreamliner nämlich einen „Greenliner“ machen. Sprich: Das Flugzeug soll neue Maßstäbe setzen, was umweltschonendes, emissionsarmes Fliegen anbelangt. Ab Januar 2020 soll der Greenliner an den Start gehen und beiden Parteien fortan als fliegendes Testlabor dienen. Das haben Boeing und Etihad am gestrigen Montag gemeinsam auf der Dubai Airshow verkündet.

„Grüne Weste“ dank Biosprit?

Zu diesem Zweck wird das Flugzeug in einer speziellen, grün-blauen Lackierung versehen, die sich vom Design her an die übliche Etihad-Bemalung anlehnt. Spezielle Produkte und Verfahren, an denen Boeing und Etihad gemeinsam arbeiten, sollen dem „Greenliner“ ökologisch eine möglichst weiße, respektive grüne Weste verleihen. Dazu zählt zum Beispiel der Einsatz von Biofuel, den Etihad aus Salzwasserplantagen in der Wüste gewinnt. An diesem Projekt arbeitet die Airline bereits seit längerer Zeit gemeinsam mit der Khalifa Universität von Abu Dhabi. Basis für den neuen Treibstoff ist die sehr pflegeleichte Salicornia-Pflanze, die als Ölsaat in Salzwasserbecken gedeiht. Nach der Ernte wird das Öl aus der Pflanze gepresst, dann gereinigt, raffiniert und mit herkömmlichem Kerosin gemischt. Bereits Anfang 2019 schickte Etihad eine mit Salicornia-Biofuel befeuerte 787 auf einen Linienflug nach Amsterdam. Auch der „Greenliner“ soll mehrheitlich im regulären Liniennetz eingesetzt werden – mit der Option, ihn bei Bedarf aus der Rotation zu nehmen und mit neuen Komponenten auszurüsten oder Maßnahmen zu bewerten.

Patrick Zwerger
Etihad ist mit derzeit 36 Boeing 787 der größte Dreamliner-Betreiber im Nahen Osten. 36 weitere Exemplare des Musters haben die Araber bestellt, werden aber wohl nicht alle abnehmen.

Dreamliner als „ideale Plattform“

Wie diese Maßnahmen im Detail aussehen werden, dazu halten sich beide Partner derzeit noch bedeckt. Etihad spricht in diesem Zusammenhang von „veränderten Betriebsmethoden“, aber auch von Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung. Die Boeing 787 sei jedenfalls aufgrund ihrer guten Umweltbilanz eine ideale Plattform für das Vorhaben, bemerkte Stan Deal, Chef von Boeing Commercial Airplanes, in Dubai. Das Flugzeug habe die kommerzielle Luftfahrt in vielerlei Hinsicht revolutioniert und sei deshalb bestens geeignet, den Flugbetrieb künftig noch nachhaltiger zu gestalten. „Wir freuen uns darauf, zu diesem Zweck nun eine Partnerschaft mit Etihad einzugehen“, so Deal weiter. Im Rahmen dieser Partnerchaft wollen Etihad und Boeing dem Vernehmen nach auch die Wartung der 787 auf den Prüfstand stellen und weiter optimieren. Außenstehende Unternehmen und Interessengruuppen seien außerdem ausdrücklich eingeladen, sich mit eigenen Initiativen in das Projekt einzubringen und auf diese Weise der Luftfahrt zu einem grüneren Image zu verhelfen.

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