Laut Boeing ermögliche die neue FAA-Freigabe der 787-9 eine Erhöhung der Nutzlast um 4540 Kilogramm oder 560 Kilometer mehr Reichweite. Die 787-10 gewinne 6350 Kilogramm Nutzlast oder 740 Kilometer Reichweite. Die optionale Änderung verschaffe den Airlines mehr Flexibilität und öffne ihnen längere Routen oder höhere Zuladung. Die ersten Flugzeuge mit einer Vorrüstung für die neue Höchststartmasse durchliefen gerade die Endabnahme und Auslieferung. Alle ab Dezember 2025 gebauten Dreamliner seien für die neue Option ertüchtigt.
Air New Zealand ist unter den ersten Nutzern
Air New Zealand werde einer der ersten Betreiber der neuen Variante, die den Projektnamen "iMTOW" trägt. "Wir können dadurch mit der 787-9 auf Ultralangstrecken mehr Nutzlast befördern. Das ist für unser Ziel, den Handel und Tourismus in Neuseeland zu fördern, eine wichtige Möglichkeit," sagte Baden Smith, Air New Zealand General Manager of Strategy, Networks and Fleet.
Andere Netze durch neue Fähigkeiten
Die Boeing-787-Langstreckenfamilie habe bereits 530 neue Nonstoprouten möglich gemacht, die zuvor niemand bedient habe, sagte Darren Hulst, Boeings Marketingvorstand der Verkehrsflugzeugsparte. "Mehr Startmasse bedeutet nicht einfach nur, dass die weiter fliegen, es bedeutet dass Airlines neue Routen anbieten können, unterversorgte Märkte erschließen und völlig neue Netzwerke erdenken können," so Hulst.
Aufwändige Vorbereitung und Nachweisführung
Die Erhöhung der Höchstartmasse wurde, laut Boeing, jahrelang vorbereitet. Nach den konstruktiven Vorbereitungen folgten Tests und Absprachen mit den Zulassungsbehörden in den USA und weltweit. Dabei ging es um eine datenbasierte Bestätigung der Strukturlasten und des Systemverhaltens bei höheren Massen.
Boeing entwickelt den Dreamliner weiter
Boeing hat in den 15 Jahren seit der Indienststellung 2011 bisher 1250 Dreamliner ausgeliefert, darunter die kürzere Urspungsversion 787-8 (ganz oben). "Diese Flugzeug verkörpern Fortschritt und sie zeigen unsere Stärke im Engineering, unsere enge Partnerschaft mit den Kunden und wie unser Team immer weiter die Dreamliner-Familie fortentwickelt, um unseren Kunden zu helfen, jahrzehntelang erfolgreich zu sein," sagte Boeings 787-Programmvorstand und General Manager Scott Stocker.
Mehr Masse geht auch nachträglich
Die nur optionale, neue Höchststartmasse hilft auch jenen Airlines, die ihre Dreamliner auf kürzeren Strecken oder mit leichterer Zuladung lieber mit geringerer Masse betreiben wollen, um Flugsicherungsgebühren zu sparen, die sich nach der Höchststartmasse richten. Auch diese Flugzeuge, sofern ab Dezember 2025 gebaut, dürfen nachträglich auf die neuen Höchstmassen gebracht werden.





