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Boeing gegen Bombardier

USA verlangen 220 Prozent Zoll für CSeries

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US-Handelsminister Wilbur Ross verkündete am Dienstag das vorläufige Ergebnis der Subventionsuntersuchung gegen die CSeries von Bombardier. Es sollen Ausgleichszölle von 219,63 Prozent erhoben werden.

Boeing hatte im April eine Petition eingereicht, in der ein finanzieller Schaden wegen des Verkaufs von 75 Bombardier CS100 an Delta Air Lines zu Dumpingpreisen geltend gemacht wurde. Laut Department of Commerce wurde in der daraufhin eingeleiteten Untersuchung festgestellt, „dass die Exporteure dieser Waren anfechtbare Subventionen in Höhe von 219,63 Prozent erhielten“.

„Die USA schätzen ihre Beziehungen zu Kanada, aber selbst unsere engsten Verbündeten müssen sich an die Regeln halten ", sagte Handelsminister Ross. „Die Subventionierung von Gütern durch ausländische Regierungen nimmt die Trump-Administration sehr ernst, und wir werden die Richtigkeit dieser vorläufigen Bestimmung weiter prüfen und überprüfen.“ Eine endgültige Entscheidung soll Mitte Dezember verkündet werden.

Bombardier nennt Zölle "absurd"

Bombardier sagte in einer ersten Stellungnahme, „die Größenordnung der vorgeschlagenen Zölle ist absurd und von den Realitäten der Finanzierung von milliardenschweren Flugzeugprogrammen weit entfernt.  … Boeing versucht, den Wettbewerb durch ein verzerrtes Verfahren zu unterdrücken und zu verhindern, dass US-Fluggesellschaften und ihre Passagiere von der CSeries profitieren“.

„Da Boeing bei Delta nicht im Wettbewerb stand und weil Boeing vor Jahren den Markt der CSeries aufgegeben hat, gibt es keinen Schaden“, so Bombardier. „Es gibt einen breiten Konsens innerhalb der Branche in diesem Punkt sowie einen wachsenden Chor von Stimmen, darunter Fluggesellschaften, Verbrauchergruppen, Handelsexperten und viele andere, die sich geäußert haben, um ihre tiefe Besorgnis über den Versuch von Boeing zum Ausdruck zu bringen, die US-Airlines dazu zu zwingen, weniger effiziente Flugzeuge … zu kaufen, die sie nicht wollen“.

Bombardier hatte am 28. April 2016 bekannt gegeben, dass die in Atlanta ansässige Delta Air Lines eine Festbestellung im Umfang von 75 CS100 Flugzeugen mit Optionen für weitere 50 CS100 Flugzeuge aufgegeben hat. Nach Listenpreis liegt der Wert dieser Festbestellung bei rund USD 5,6 Mrd. Die Auslieferungen der Flugzeuge soll Anfang 2018 beginnen. Laut Boeing zahlt Delta nicht den Listenpreis, sondern nur etwa 20 Millionen Dollar pro Flugzeug.

Gegen das Vorgehen von Boeing haben sich bereits seit Wochen die britische und die kanadische Regierung stark gemacht. Der kanadische Regierungschef Justin Trudeau drohte damit, den Kauf von F/A-18 Super Hornets abzublasen, falls Boeing weiter gegen Bombardier vorgeht.

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