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Britische Luftfahrtmesse verzichtet auf Airshow

Farnborough streicht das Publikumswochenende

Die größte britische Luftfahrtmesse in Farnborough schafft ihr Publikumswochenende mit der gewohnten, großen Flugschau ab. Die Briten wollen ihre Messe künftig nur noch als reine Fachbesucherveranstaltung verkürzt abhalten.

Die nächste Luftfahrtmesse in Farnborough, im Juli 2020, werde auf fünf Werktage von Montag bis Freitag verkürzt, teilten die Veranstalter am Dienstagabend mit. Nur am Freitag werde das Messegelände für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, vor allem, damit sich Luftfahrtinteressierte über Arbeitsmöglichkeiten in der Branche informieren könnten. Damit entfalle das anschließende Publikumswochenende mit der gewohnten Flugschau.

Die BBC meldete, Grund für den Rückzug seien neben gesunkenen Besucherzahlen an den öffentlichen Messetagen auch Lärmschutz und Sicherheitsbedenken. Es habe nach der letzten Messe verstärkte Beschwerden gegeben. Nach einem Flugzeugabsturz in Shoreham hatte Großbritannien seine Sicherheitsvorschriften für Flugvorführungen verschärft. Die vom Publikum gewünschten, spektakulären Formationsflüge seien damit nicht mehr möglich. An den Fachbesuchertagen sollen aber auch künftig einzelne Flugzeuge im Flug vorgeführt werden. Bei der Messe 2018 waren 80000 Besucher und 1500 Aussteller aus 112 Staaten registriert worden..

Die Umgebung des Flughafengeländes von Farnborough, einst ein großes Militärareal, war in den vergangenen Jahren mit neuen Einfamilienhaus-Siedlungen und Bürogebäuden bebaut worden. Der eigentliche Flughafen hat sich unterdessen zu einem wichtigen Standort der Business Aviation im Großraum London entwickelt.

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