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Business-Jet auf A319-Basis

Airbus liefert erste ACJ319 mit Sharklets aus

ACJ, Airbus Corporate Jetliner, nennt der Hersteller seine auf Passagierflugzeugen basierenden Geschäftsreisejets und VIP-Transporter. Diese Luxusflugzeuge übernehmen ständig laufende Verbesserungen ihrer großen Brüder aus der Verkehrsfliegerei. Ende Oktober wurde die erste ACJ319 mit Sharklets ausgeliefert.

Die erste ACJ319 sei an einen privaten Kunden übergeben worden, teilte Airbus mit. Durch die Sharklets vermindere sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu vier Prozent, so dass die ACJ319 nun 6200 NM (11482 Kilometer) Reichweite schaffe. Als weitere technische Neuerung biete Airbus ab sofort auch den Einbau des aus der A380 bekannten "Runway Overrun Prevention System" (ROPS) an. Dieser Landebahn-Überrollschutz errechnet aus den aktuellen Massen, der Position und den Wetterbedingungen die tatsächlich benötigte Landebahnstrecke. Bei zu kurzer Distanz schlägt das System automatisch Alarm. Dadurch kann die Besatzung schneller zu einer Durchstartentscheidung kommen. Außerdem wird nach dem schon erfolgten Aufsetzen die Entscheidungsfindung zur Einleitung einer Schnellbremsung erleichtert.

Airbus ACJ319 betrieben von Comlux auf VVIP Charterflügen. Die ACJ319 bietet Lounge-Bereiche an der Front, und zwei private Räume, die beide zu Schlafzimmern umgewandelt werden können. Foto und Copyright: Airbus

Die ACJ319 basiert auf der Zelle des Passagierflugzeugs Airbus A319. Doch statt dessen 156 Passagieren werden typischerweise in der 83 Quadratmeter großen Kabine der ACJ319 nur jeweils acht Fluggäste befördert. Die individuelle Kabinenausstattung richtet sich nach dem Kundenwunsch und wird typischerweise erst nach der Auslieferung des Flugzeugs in einer Werft des Kunden eingebaut. Häufig befindet sich zwischen den, hier nicht benutzten, hinteren Kabinentüren ein Badezimmer mit Dusche. Davor liegt im Kabinenheck häufig ein "Master Bedroom" mit großem Doppelbett. In der Mitte der Kabine und im vorderen Bereich befinden sich Wohn- und Konferenzzimmer mit großen Sesseln und Tischen. Im vorderen Kabinenbereich findet die große Küche und teilweise noch ein Ruhebereich für die Besatzung Platz, die oft viele Stunden in Bereitschaft am Boden verbringt, bis die kurzfristigen Flugeinsätze anberaumt werden. Dank Satellitenkommunikation stehen ständig Fernsehprogramme und ein Breitband-Internetanschluss an Bord zur Verfügung.

Airbus hat bisher rund 170 Corporate Jets verkauft. Die ACJ319, allerdings noch ohne Sharklets, fliegt auch bei der Luftwaffe als VIP-Transporter.

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