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Cockpit-Streit am Neujahrstag

Jet Airways feuert zwei 777-Kapitäne

Nach einem Zwischenfall am 1. Januar hat die indische Fluggesellschaft Jet Airways zwei Kapitäne fristlos entlassen. Die beiden 777-Piloten hatten bei einem Streit während des Fluges ihr Cockpit beide zugleich verlassen.

Die Zeitung "Times of India" meldete am Dienstag die fristlose Kündigung der beiden Piloten im Rang von Kapitänen. Beide hatten am 1. Januar Dienst, um eine Boeing 777-300ER als Flug 9W 119 von London nach Mumbai zu steuern. Pilot in Command war eine weibliche Kapitänin auf dem linken Sitz, rechts saß der 777-Flottenchef als "Co-Pilot". Nachdem der Flottenchef angeblich die Kapitänin und stellvertretende Flottenchefin mehrfach ohrfeigte, flüchtete diese während des Fluges weinend in die Bordküche. Der Flottenchef verließ danach angeblich zweimal das Cockpit, um sie zurückzuholen. In dieser Zeit befand sich minutenlang kein Pilot mehr im Cockpit, was strikt vorgeschrieben ist.

Nach der Kündigung droht beiden Piloten der Entzug ihrer Pilotenlizenz. Insbesondere der Flottenchef, der als jeweils letzter das Cockpit verließ, scheint hiervon bedroht zu sein. Die indische Luftfahrtbehörde DGCA kündigte an, den Fall und insbesondere auch das Verhalten der Pilotin erst noch genauer untersuchen zu wollen.

Der Flug hatte ohne weitere Probleme seinen Zielort erreicht. Laut "Times of India" hätte sich die Besatzung versehentlich aussperren können, wenn sich die Panzertür geschlossen hätte. Deswegen befürworte die DGCA eine sehr strenge Reaktion. Die Lizenz des Flottenchefs wurde bereits vorläufig eingezogen.

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