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Boeing

Die FAA gibt der 737 MAX 8 200 grünes Licht.

Dichtere Bestuhlung und mehr Notausgänge FAA lässt Boeing 737 MAX 8 200 zu

Aufatmen bei Ryanair. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat "ihrer" MAX-Version 737-8-200 die Zulassung erteilt. Damit kann Ryanair hoffen, noch im Frühling ihre bisher größten Jets mit 200 Sitzen übernehmen zu können.

Die FAA erteilte ihre Zulassung für die MAX-Version 737-8-200 am Mittwoch. Nun fehlt für europäische Betreiber noch die EASA-Zulassung der dichter bestuhlten Variante. Die 737 MAX 8 200 basiert auf dem Rumpf der 737 MAX 8. Sie ist jedoch durch einen optimierten Kabinengrundriß auf die Bestuhlung mit 200 Sitzen ausgerichtet. Zur Evakuierung dieser Passagierzahl erhält die MAX 8 200 hinter den Flügeln noch ein zusätzliches Paar Notausgangstüren. Ryanair will an Bord des neuen Twins jeweils nur 197 Passagiersitze verkaufen und die drei restlichen Sitze, in der allerletzten, fensterlosen Reihe, ausschließlich für eigene Diensteisende nutzen.

Falls jetzt auch noch die EASA, wie erhofft, grünes Licht gibt, kann Ryanair im April bereits ihre ersten acht MAX 8 200, mit dann zweijähriger Verspätung, übernehmen. Weitere acht Flugzeuge sind für den Mai geplant. Alleine die Ryanair Group hat 210 Flugzeuge dieser Version bestellt. Erst im Dezember waren die letzten 75 Exemplare hinzugekommen. In Seattle und Renton warten bereits vorproduzierte Flugzeuge in den Farben von Ryanair, Buzz und Malta Air für die irische Niedrigpreis-Airlinegruppe auf die Auslieferung. Dabei scheint als Versionsbezeichnung mittlerweile "737-8200" auflackiert zu werden, statt zuvor "737 MAX". Boeing hatte jedoch angekündigt, grundsätzlich bei der Bezeichnung MAX für die Generation zu bleiben.

Nach zwei Abstürzen erhalten alle bereits gebauten und alle künftig gebauten 737 MAX auf Anweisung von FAA und EASA technische Modifikationen. Verändert wurden unter anderem die Schutzautomatik MCAS, die Cockpitanzeigen und die Markierung der Sicherungen. Auch die Checklisten, die Verfahren bei Unregelmäßigkeiten und das Pilotentraining wurden verbessert. China, als einer der wichtigsten Absatzmärkte, hat die 737 MAX bisher dennoch noch nicht wieder zugelassen.