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Dornier 328

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Die Dornier 328 ist ein Passagierflugzeug für Kurzstrecken des Flugzeugherstellers Dornier. Das zweimotorige Regionalflugzeug mit Turboprop-Antrieb war das vorerst letzte von einem deutschen Unternehmen komplett entwickelte und gebaute Flugzeug.

Mit einer Länge von etwas über 21 Metern bietet die Dornier 328 Platz für bis zu 33 Passagiere.  Wahlweise wurde das Regionalverkehrsflugzeug mit Propellerturbinen oder mit Strahltriebwerken als Dornier 328JET angeboten.

Dornier 328-100
Mitte der 80er Jahre begann Dornier mit der Entwicklung des Turboprop-Regionalairliners Dornier 328, der die Dornier 228 ergänzen sollte. Das einzig Gemeinsame der beiden Muster war der Tragflügel neuer Technologie (TNT), der aufgrund seiner widerstandsärmeren und auftriebsfördernden Charakteristik eine Leistungsverbesserung sowie eine Treibstoffersparnis brachte. In Kombination mit neu entwickelten Propellern wurde so für die 328 eine hohe Geschwindigkeit sowie Steigrate erzielt.

Die Ausstattung der Dornier 328 mit Glascockpit und optionalen Head-Up-Displays verteuerten allerdings die Entwicklung der Maschine derart, dass abzusehen war, dass das Projekt 328 erst nach 300 verkauften Flugzeugen in die Gewinnzone kommen würde.

Erstflug und erste Auslieferung der Dornier 328
Der Erstflug fand am 6. Dezember 1991 statt und die JAA-Zulassung erfolgte im Herbst 1993. Kurz darauf, am 21. Oktober 1993, nahm die Regionalfluggesellschaft Air Engiadina als Erstkunde die Dornier 328 in Empfang.

Weiterentwicklung der Dornier 328-100
Die aerodynamisch überarbeitete Version 328-110 wurde im Oktober 1994 zugelassen und bot in einigen Bereichen bessere Leistungen. Im Mai 1995 erhielt mit der Dornier 328-120 eine nochmals optimierte Version ihre Zulassung. Insgesamt wurden von der Turboprop-Version 107 Maschinen gebaut und man war weit davon entfernt eine gewinnbringende Stückzahl zu erreichen.

Dornier 328JET
Bei Fluggesellschaften waren in den 1990er-Jahren Turboprops wenig beliebt. Nach dem Verkauf der Dornier Luftfahrt GmbH an Fairchild, wurde eine Jet-Version der 328 entwickelt, um auf die Gegebenheiten des Marktes zu reagieren.

Am 5. Februar 1997 gab Fairchild Dornier die Entwicklung der jetgetriebenen Version bekannt, die den Rumpf und den Flügel der 328 beibehielt. Nach umfangreichen Tests konnte der zweite Prototyp der 328 (D-CATI) zum Prototyp des 328JET (D-BIET) umgerüstet werden und am 20. Januar 1998 zum Erstflug starten. Drei weitere Prototypen wurden in Oberpfaffenhofen neu gebaut. Die zweite Maschine (D-BWAL) diente zu Zulassungstests (Erstflug: 20. Mai 1998). Mit dem dritten Flugzeug (D-BEJR) testete man die Avionik (Erstflug: 10. Juli 1998), während der vierte 328JET zur Einsatzerprobung herangezogen wurde (Erstflug; 15. Oktober 1998).

Launch Customer mit einer Bestellung von fünf Flugzeugen war Skyway Airlines aus Milwaukee, USA. Am 8. Juli 1999 erfolgte nach einem 1560 Flugstunden umfassenden Testprogramm die JAA-Zulassung, die FAA-Musterzulassung schloss sich am 15. Juli 1999 an.

Die ersten zwei Maschinen aus der Produktion wurden am 8. August 1999 an Skyway ausge-liefert, der dritte Airliner ging an Shell. Weitere Kunden waren Atlantic Coast Airlines Holdings (25 Maschinen), Hainan Airlines aus China (19 Flugzeuge, erste Auslieferung: 3. November 1999), Tyrolean Jet Service (Auslieferung: 30, September 1999), Ozark Air Lines (2), Gandalf (4, erste Auslieferung: 17. November 1999) sowie die Privatfirma Dogmoch Group.

Die Dornier 328JET wurde insgesamt 117 mal gebaut, so dass sich für das gesamte Projekt 328 letztendlich eine Stückzahl von 217 Maschinen ergab.

Dornier 428JET
Am 19. Mai 1998 erfolgte der Programmstart des verlängerten 428JET, einer um 3,35 m gestreckten Variante des 328JET mit einem größeren Flügel für bis zu 44 Passagiere. Israel Aircraft Industries sollte den Rumpf fertigen und die Endmontage auf dem Ben-Gurion-Flughafen durchführen. Die Innenausstattung sollte in Oberpfaffenhofen erfolgen. Die ersten Maschinen sollten Anfang 2003 ausgeliefert werden. Das Projekt 428JET wurde jedoch Mitte 2000 eingestellt und 2002 musste Fairchild Dornier Insolvenz anmelden.

Dornier Envoy 3
Unter der Bezeichnung Envoy 3 wurde eine Business-Jet-Version der 328 für bis zu 19 Passagiere angeboten, die über eine vergrößerte Reichweite verfügte. Die typische Business-Auslegung lag bei 12 bis 14 Passagieren.

Technische Daten
Modell Dornier 328
Land Deutschland
maximale Passagierkapazität 33 Personen
Besatzung 2 Personen
Antrieb Zwei Turboprops
Triebwerk export_affenfels
Rumpflänge 21,28 m
Rumpfhöhe 7,23 m
Spannweite 20,97 m
Flügelfläche 40,00 m²
Maximale Startmasse 13.990 kg
Maximale Nutzlast 3.450 kg
Maximale Geschwindigkeit 620 km/h
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