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EASA-Zulassung liegt im Plan

A350-Testprogramm läuft auf vollen Touren

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Bei Airbus absolvieren die vier fliegenden A350-Prototypen ein dicht gedrängtes Testprogramm. So durchläuft MSN2 derzeit in Florida Klimatests, während MSN4 für Spritzwassertests nach Istres reiste.

Airbus-A350-Prototyp MSN4 kehrte am Donnerstag als Flug AIB45W aus Istres nach Toulouse zurück. In Istres, einem französischen Militärstützpunkt und Standort der französischen Testpilotenschule, steht eine 3750 Meter lange, besonders ebene Startbahn zur Verfügung, die häufig für Spritzwassertests genutzt wird. Dabei durchrollt das Testflugzeug eine durch Gummiwände abgetrennte und zentimeterhoch überflutete Testfläche mit hoher Geschindigkeit. Währenddessen beobachten Kameras, ob Spritzwasser an ungünstige Stellen, etwa in Lufteinläufe, oder an besonders empfindliche Baugruppen, etwa Hydraulikleitungen, gelangen kann.

In Florida ist A350-Prototyp MSN2 am McKinley-Klimatestlabor auf der Eglin Air Force Base eingetroffen. In einem klimatisierten Spezialhangar kann das Flugzeug hier extremen Temperaturen, von strengstem Frost bis zu tropischer Hitze, und extremer Luftfeuchte ausgesetzt werden. Beobachtet wird hier, wie die Flugzeug- und insbesondere die Kabinensysteme, mit den extremen Bedingungen zurecht kommen. Dies soll die Einsatzzuverlässigkeit zur Indienststellung erhöhen. Airbus hatte bereits reale A350-Klimatests im Norden Kanadas, in der Karibik und in Qatar durchgeführt.

Die vier ersten fliegenden A350 waren bisher bei über 350 Testflügen rund 1600 Stunden in der Luft. Auch das fünfte Flugzeug, MSN5, hat mittlerweile die Endmontage in Toulouse verlassen und wird demnächst lackiert. Erst am Mittwoch hat EASA-Exekutivdirektor Patrick Ky erklärt, dass die A350 bei der Zulassung "gute Fortschritte" mache. Die europäische Luftfahrtbehörde rechne mit einer Zertifizierung im "Spätsommer", was der bisherigen Airbus-Planung entspricht. Als nächste Testphase beginnt in Kürze die Streckenflugerprobung der A350, bei der das Flugzeug mit Testpassagieren den späteren Linieneinsatz mit vollem Bordservice auf Langstrecken simuliert. Außerdem sind Kundenbesuche und erste Schulungen von Kundenpiloten und Kundentechnikern vorgesehen.

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