Erste Boeing 777-8F wird endmontiert

Neue Frachtversion der 777X
Boeing beginnt Endmontage der ersten 777-8F

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.03.2026
Als Favorit speichern
Boeing beginnt Endmontage der ersten 777-8F
Foto: Boeing

Boeing veröffentlichte Fotos aus der Endmontage in Everett, wo der Bau der ersten 777-8F mit dem Zusammenfügen der beiden CFK-Flügel mit der mittleren Rumpfsektion begann. Boeings 777-Programmvorstand Jason Clark, er ist auch Werksdirektor in Everett, feuerte die Endmontagemannschaft an: "Seien Sie stolz auf ihre Arbeit, denn sie erweckt die nächste Flugzeuggeneration zum Leben. Kein anderer baut diese schönen Flugzeuge, außer uns!"

Sparsamer und leiser als ein Jumbo

Nach dem Zusammenfügen der 72 Meter langen CFK-Flügel mit Klappspitzen und neuem, aerodynamischen Profil, beginnt die Systeminstallation und Verkabelung. Die anderen Rumpfsektionen folgen danach. Die 777-8F ist die insgesamt achte Version der sehr erfolgreichen Triple-Seven-Familie. Boeing hat bereits 68 feste Bestellungen für seinen größten Zweistrahler gewonnen. Die neueste Frachtergeneration soll 30 Prozent sparsamer und 60 Prozent leiser fliegen, als die Vorgänger, hier insbesondere die 747-400F.

Verspätete Auslieferung

Allerdings wird der neue Sparfrachter wohl erst ab 2029 lieferbar, zwei Jahre nach der mittlerweile für 2027 erwarteten, ersten 777-9-Auslieferung. Deswegen hatte Boeing Ende letzten Jahres eine Ausnahmegenehmigung beantragt, bis dahin noch herkömmliche 777F-Frachter bauen zu dürfen, obwohl deren Triebwerke ab 2028 nicht mehr den dann verschärften ICAO-Abgasvorschriften für Neuflugzeuge entsprechen.

Harte Konkurrenz

Airbus setzt der sehr leistungsfähigen Boeing 777-8F mit der ganz neuen A350F einen Konkurrenten entgegen, der das Ladevolumen einer 747-400F aufweist und fast komplett aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) besteht und dadurch besonders leicht ist. Bei der 777-8F besteht der modernisierte Rumpf aus Aluminium.