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Die ADAC Luftrettung stellt ihre Flotte auf die Fünfblattversion der H145 um. ADAC Luftrettung

ADAC Luftrettung erhält Airbus H145 mit Fünfblattrotor

Erste zwei Hubschrauber übergeben ADAC erhält H145 mit Fünfblattrotor

Die gemeinnützige ADAC Luftrettung hat bei Airbus Helicopters in Donauwörth ihre ersten zwei H145 mit Fünfblattrotor in Empfang genommen.

Die beiden ausgelieferten Maschinen werden in den kommenden Wochen in der Werft der ADAC Luftfahrt Technik in Bonn-Hangelar für den Luftrettungsdienst ausgerüstet. Danach finden Schulungsflüge statt. Eine extra Zusatzausbildung für Piloten, Co-Piloten und das medizinische Rettungspersonal ist nicht notwendig.

Im Rahmen der Flottenerweiterung werden sukzessive alle 14 bereits bestehenden Helikopter des H145-Vorgängermodells von vier auf fünf Rotorblätter umgebaut. "Mit der umfassenden Investition in die neuen Maschinen und dem Upgrade unserer existierenden H145-Flotte setzen wir auf modernste Flugtechnik für Rettungseinsätze", erklärte Geschäftsführer Frédéric Bruder.

Das neue Rotorsystem mit fünf Blättern sorgt für eine ruhigere Lage in der Luft, wodurch im Innenraum praktisch keine Vibrationen mehr wahrnehmbar sind, heißt es. Das kommt Patienten und Crews bei der medizinischen Versorgung zugute und erhöht den Komfort in der Kabine.

Dank drahtlosem Internet an Bord kann die Besatzung Vitaldaten oder Diagnosen in Echtzeit aus der Luft an das Zielkrankenhaus übertragen und so zur effizienteren Weiterbehandlung der Patienten beitragen.

Zudem bietet die H145 mit Fünfblattrotor 150 Kilogramm mehr Zuladung, zum Beispiel für medizinisches Spezialgerät oder Rettungspersonal für die Versorgung von Intensivpatienten. Alternativ kann auch mehr Kerosin im 900 Liter fassenden Tank mitgeführt werden, was bis zu 140 Kilometer mehr Reichweite bringt.

Um dem Anspruch der ADAC Luftrettung auf größtmögliche Sicherheit im Flugbetrieb gerecht zu werden, investiert die ADAC HEMS Academy zeitgleich in ein aufwendiges Upgrade ihres H145-Full-Flight-Flugsimulators. So können die Crews unter realistischen Bedingungen Erfahrung mit kritischen Situationen machen, die mit der neuen Maschine im Realflug nicht demonstriert werden können.