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Airline will Zeichen setzen

Erster Etihad-Linienflug ohne Einwegplastik

Foto: Etihad

Pünktlich zum „Earth Day“ am 22. April landete der erste Etihad-Linienflug ohne Einwegplastik an Bord im australischen Brisbane. Künftig will Etihad den Verbrauch von Einwegkunststoffen dauerhaft reduzieren – bis zum 1. Juni um 20 Prozent.

Es sollte ein Symbol sein – aber eines, das nachwirkt: Am 22. April landete Etihad-Flug EY484 aus Abu Dhabi kommend in Brisbane. Es war der erste Linineflug der arabischen Airline, bei dem es an Bord weder Geschirr noch Besteck noch sonstige Utensilien aus Einwegplastik gab. Stattdessen konnten sich die Gäste an Bord an Ersatzprodukten erfreuen: nachhaltig produzierte Kulturbeutel (amenity kits), Decken aus recycelten Plastikflaschen, Öko-Plüschspielzeug für die kleinen Gäste und sogar essbare Kaffeetassen sollten Etihads Beitrag zum „Earth Day“, der jährlich weltweit am 22. April ein kritisches Licht auf das Konsumverhalten werfen soll, unterstreichen. Etihad wollte damit auf die Auswirkungen der Plastikverschmutzung aufmerksam machen.

50 Kilogramm Plastikmüll pro Flug

Foto: Etihad
Essbare Kaffeebecher an Bord des Etihad-Fluges EY484.

Dieser Problematik möchte Etihad auch über den Tag der Erde hinaus entgegenwirken. So haben sich die Araber nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, den Verbrauch von Einwegkunststoffen bis 2022 dauerhaft um 80 Prozent zu senken – und zwar nicht nur in allen Flugzeugen, sondern innerhalb der gesamten Organisation. Ein ehrgeiziges Ziel: Man habe festgestellt, dass in den Flugzeugkabinen derzeit mehr als 95 Einweg-Kunststoffprodukte verwendet würden, teilte Etihad mit. Pro Flug kämen dabei schnell 50 Kilogramm Plastik zusammen, die am Zielort entsorgt werden müssen.

Umstellung auf nachhaltige Produkte

EY484: Etihad-Flug ohne Einwegplastik an Bord

Die Vision vom plastikfreien Bordservice soll bei Etihad schrittweise realisiert werden. Der erste Schritt folgt bereits direkt im Anschluss an die diesjährige „Earth Day“-Aktion: Bis zu 20 Prozent aller an Bord verwendeten Einwegartikel sollen bis zum 1. Juni aus den Flugzeugkabinen verschwunden sein. Bis Ende des Jahres, so rechnet Etihad vor, soll diese erste Maßnahme 100 Tonnen Plastikmüll vermeiden.

Auch in Sachen Biofuel mischt Etihad seit Längerem vorne mit: Mitte Januar setzte die Airline zum ersten Mal nachhaltig produzierten Kraftstoff ein, der aus einer zwei Hektar großen Salzwasser-Plantage der Khalifa Univerisity in Abu Dhabi gewonnen wurde. Etihad-Flug EY484 von Abu Dhabi nach Brisbane war am 22. April ebenfalls mit diesem neuartigen Biotreibstoff unterwegs.

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