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Airbus

Airbus baut sein Werk in China für die A321neo um.

Final Assembly Line Asia Airbus richtet chinesische Endmontage auf A321 aus

Die Final Assembly Line Asia ("FAL A") von Airbus im chinesischen Tianjin wird für den künftigen Hochlauf der A321neo-Produktion umgebaut und erweitert.

Die Fertigung im chinesischen Airbus-Werk Tianjin werde zum Jahresende 2022 erhöht, meldete der chinesische Luftfahrtdienstleister Galleon am Dienstag. Dazu habe Airbus einen neuen Rahmenvertrag mit seinen chinesischen Partnern unterzeichnet. Das Produktionsspektrum des Werks in Tianjin werde nach A319 und A320 auch auf die A321 erweitert, so dass künftig drei Typen gebaut werden könnten. Über die beabsichtigten Produktionsraten wurden keine näheren Angaben gemacht.

Bei einer Pressekonferenz habe der Chef von Airbus in China, Cheng Long, mitgeteilt, dass der Hersteller damit seine strategischen Pläne für den Markt China umsetze und dass man der Nachfrage folge. Der chinesische Auftragsbestand für A321 entspreche bereits heute dem kombinierten Auftragsbestand für A319 und A320. Der chinesische Markt benötige künftig noch viel mehr A321, so dass der Anteil von jetzt 25 Prozent auf dann 50 Prozent an den Flotten steigen werde. Bei Einklassenbestuhlung könnten bis zu 244 Passagiere befördert werden.

Für die Endmontage bedeute das größere Flugzeugmuster rund 20 Prozent mehr Arbeitsaufkommen. Die Endmontage werde aufwändiger und mehr Teile müssten verbaut werden. Dies erfordere einen Umbau der bestehenden Endmontagelinie und den Ausbau des Lackierhangars. Auch Produktionswerkzeuge und Arbeitsbühnen würden angepasst, das Personal geschult. In der heißen Umrüstungsphase werde das Werk 2022 kurzzeitig mit der Fertigung aussetzen, was aber geplant und mit den anderen Airbus-Werken koordiniert sei.

Airbus montiert seit sieben Jahren Flugzeuge in China. Während zunächst nur fertig angelieferte Rüstsätze aus Europa für chinesische Kunden zusammengesetzt wurden, hat das Partnerland China inzwischen den Bau von Flügeln und andere wichtige Zulieferungen aus heimischer Fertigung übernommen. Die Flugzeuge entstehen nach den original Produktionsabläufen der europäischen Werke, mit deren Zulassung und auf deren Werkzeugen und Maschinen.

Die Kunden übernehmen ihre Flugzeuge am Ende in einem reinen Airbus-Bereich, der nicht zum Joint Venture gehört. Damit übernimmt Airbus die volle juristische Verantwortung, dass das Produkt identisch mit den aus Europa gelieferten ist. In der Küstenstadt Tianjin betreibt Airbus mittlerweile auch noch ein Ausstattungszentrum für den Kabineneinbau in fabrikneue A330 und A350 für chinesische Kunden. Diese Flugzeuge werden jeweils aus Toulouse eingeflogen.

Mit der chinesischen Endmontagelinie verfolgt Airbus das Ziel, mehr Kunden aus China zu gewinnen. Das Werk montiert vorrangig Flugzeuge für chinesische Kunden und wird nur bei wachsenden Aufträgen schrittweise ausgebaut.