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Aletta von Massenbach leitet künftig den Flughafen BER

Finanzexpertin rückt auf Neue Chefin am Flughafen Berlin Brandenburg

Ab Oktober leitet Aletta von Massenbach den Flughafen BER. Die bisherige Kaufmännische Geschäftsführerin wird dann als Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Nachfolgerin des ausscheidenden Engelbert Lütke Daldrup.

Nach der schließlich doch noch erfolgreichen Fertigstellung und Inbetriebnahme des Flughafens BER rückt nach dem Bauexperten Engelbert Lütke Daldrup nun eine ausgewiesene Finanzexpertin auf die Führungsposition der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) vor. In einer Klausurtagung am Donnerstag hat der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Aletta von Massenbach mit Wirkung zum 1. Oktober 2021 zur Vorsitzenden der Geschäftsführung der FBB berufen. Engelbert Lütke Daldrup verlässt Ende September das Unternehmen.

Aletta von Massenbach sagte: "Den BER aus der finanziellen Krise herauszuführen und zu einem erfolgreichen Flughafen für Berlin und Brandenburg zu machen, ist eine besondere Herausforderung, aber auch eine große Chance. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, zusammen mit dem gesamten Management, der FBB-Belegschaft, dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern, den BER nicht nur wirtschaftlich, sondern auch digital und ökologisch nachhaltiger aufzustellen."

Aletta von Massenbach ist seit 2020 als Finanzchefin am BER. Sie war zuvor 20 Jahre bei Fraport und bei deren Flughafentöchtern in Peru, Bulgarien und der Türkei. Am BER tritt sie ein schwieriges Erbe an, denn der Flughafen ist durch die jahrelangen Bau-Verzögerungen und Kostenüberschreitungen hoch verschuldet. Die Kosten stiegen von 2,7 Milliarden Euro auf über sechs Milliarden.

Ein deshalb rechnerisch dringend erforderlicher, knallharter Sparkurs würde aber die strategisch wichtige Ansiedlung von neuen Airlines am Standort verhindern und die Steigerung der Passagierzahlen, die man auch für die rentable Auslastung von Parkhäusern, Geschäften und Gastronomie am BER braucht. Also ist eine gleichermaßen sparsame und diplomatische Gangart gefragt.

Das gilt auch im Verhältnis zu den drei BER-Eigentümern Brandenburg, Berlin und Bund, die den neuen Flughafen wohl noch auf absehbare Zeit durch Zahlungen werden stützen müssen, wobei insbesondere Brandenburg ein langsames Ende der Geduld signalisiert hat. Alleine in den nächsten Jahren werden 1,9 Milliarden Euro BER-Hilfen nötig. Wegen der Corona-Flaute sind die Berliner Passagierzahlen aktuell auf ein Viertel ihrer vorherigen Rekordmenge geschrumpft.