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Flugfähige Restaurierung geplant

727-Prototyp rollt wieder aus der Halle

In den wieder neu angebrachten Farben ihres langjährigen Betreibers United ist die erste Boeing 727-100 in Seattle wieder aus der Halle gerollt.

Die bei Boeing intern einst nur "E1" genannte erste Boeing 727, Erstflug im Februar 1963, war nach dem Ende des Zulassungsprogramms Jahrzehnte lang bei United im Einsatz. Diese stiftete den Dreistrahler 1991 dem Museum of Flight in Seattle, wo sich eine Gruppe von Freiwilligen seit 2004 um die Restaurierung des Oldies kümmert. Geplant ist nicht nur die äußerliche Wiederaufarbeitung, sondern auch eine flugfähige Wiederherstellung, des als N7001U registrierten Jets. Diese Bemühungen wurden dadurch erschwert, dass United dem Jet nach dessen bisher letzter Landung in Seattle noch Ersatzteile entnahm. Erst eine weitere Boeing 727, ein von FedEx Express gestiftetes und zum Frachter umgebautes Flugzeug, ermöglichte die Gewinnung der entscheidenden Ersatzteile. 

Die legendäre Boeing 727, deren Rumpfdurchmesser auf jenen der Boeing 707 zurückgeht, war mit 1832 gebauten Flugzeugen Boeings Erfolgsmodell für Mittelstrecken zu Beginn des Düsenzeitalters. Der robuste Dreistrahler bestach dank seines aufwändigen Klappensystems mit Krüger-Klappen durch seine sehr guten Langsamflugeigenschaften und die Einsatzfähigeit auf kurzen und schlechten Pisten. Erst die Ölkrise sorgte für die Ablösung der zur Flugzeugfamilie ausgebauten Serie 727 durch modernere und sparsamere Zweistrahler, wie die Boeing 737. Wie alle Boeing 707 und 737 wurde die Boeing 727 in Renton bei Seattle gebaut. "E1" erstrahlt nun wieder in den seltenen, frühen United-Farben, die nur eine Handvoll der ersten Boeing 727 des US-Branchenriesen trug.

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