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Gehaltsverhandlungen gescheitert

Bei Lufthansa drohen wieder Pilotenstreiks

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat am Montag die Verhandlungen über die Vergütung des Cockpitpersonals bei Lufthansa für gescheitert erklärt. Damit werden Streiks wieder wahrscheinlicher.

Die Verhandlungen über die Vergütung von rund 5400 Piloten der Lufthansa-Kerngesellschaft sind gescheitert. Das teilte die VC am Montag mit. Damit sei ab sofort bei Lufthansa und Lufthansa Cargo mit Arbeitskampfmaßnahmen zu rechnen, so die Pilotengewerkschaft. Die genaue Dauer und der Umfang der Arbeitskampfmaßnahmen werde mit einem Vorlauf von 24 Stunden bekanntgegeben.

Die VC fordert rückwirkend für die vergangenen fünf Jahre eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent, das entspricht einer jährlichen Steigerung von durchschnittlich 3,66 Prozent. Lufthansa habe aber eine Nullrunde für diesen Zeitraum angeboten. Seit mehr als fünf Jahren habe es keine Gehaltsanpassung mehr gegeben, während Lufthansa im gleichen Zeitraum mehr als fünf Milliarden Euro Gewinn gemacht habe. "Dass Lufthansa so stur reagiert, während wir mit unserer Forderung unter den Forderungen anderer Gewerkschaften in Deutschland liegen, ist mir unbegreiflich", sagt VC-Präsident Ilja Schulz. 

Lufthansa hat nach eigenen Angaben eine Vergütungserhöhung von 2,5 Prozent für alle Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings angeboten, allerdings nicht rückwirkend. "Es ist absolut unverständlich, warum die VC Streiks androht, die erneut auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden, anstatt mit uns in eine Schlichtung zu gehen", sagt Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. 

Der Konflikt zwischen Lufthansa und ihren Piloten dauert seit mehr als vier Jahren an. Insgesamt 13 Mal hat die VC in diesem Zeitraum zu Streiks aufgerufen.

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