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Größter Zweistrahler der Welt vor dem Erstflug

Boeings erste 777X ist hallenfertig

Foto: Boeing

Ohne Feier hat Boeing in Everett die erste 777-9 enthüllt. Wegen des Ethiopian-Unglücks war eine geplante Feier abgesagt worden. Die neue Generation soll ab 2020 ausgeliefert werden.

Boeings erster, fliegender Prototyp, N779XW, wurde am 13. März in mehreren Durchgängen in einem der Endmontagetrakte in Everett vor Boeing-Mitarbeitern „enthüllt“. Unser Foto zeigt das Flugzeug, damals noch unlackiert, gemeinsam mit allen vier fliegenden Prototypen der 777X. Eine geplante, größere Feier mit Webübertragung war, wegen des Unglücks in Äthiopien, kurzfristig abgesagt worden. Die Boeing 777-9, also die längere der beiden 777X-Versionen, parkte mit hochgeklappten Flügelspitzen in der Halle. Neu sind neben dem CFK-Flügel auch die GE9X-Triebwerke und ein höher gelegtes und vergrößertes Fensterband an den Rumpfseiten. In der Kabine soll durch abgeflachte Spante mehr nutzbarer Rumpfdurchmesser zur Verfügung stehen.

Boeing will den Zweistrahler bis zum Sommer zum Erstflug bringen und ihn bereits 2020 ausliefern. Bisher wurden 358 Flugzeuge bestellt, darunter von Lufthansa, British Airways, Emirates, ANA, Cathay Pacific, SIA, Etihad und Qatar Airways. Besonders für Kunden aus dem Nahen Osten ist die 777-9 mit 14000 Kilomtern auf extreme Reichweite von der Arabischen Halbinsel bis an die US-Westküste ausgelegt. Die europäischen Airlines sollen sich dagegen vor allem die besonders hohe Kapazität (400 bis 425 Sitze) gewünscht haben.

Der Triebwerkshersteller GE beteiligt sich als Risikopartner mit über zwei Milliarden Dollar am Programm. Dafür liefert er exklusiv die GE9X-Antriebe des größten Zweistrahlers der Welt. Deren gewaltiger Durchmesser liegt bei 467,4 cm. Wegen neuer Leichtbauwerkstoffe und besserer Aerodynamik kommt die 777X mit weniger installierter Leistung aus, als die 777-300ER.

Seit dem 14. März steht die erste 777-9 auf dem Werksvorfeld in Seattle. Dort erfolgen zunächst Tanktests und Enttankungstests und dann schrittweise Bodentests zur Vorbereitung des Erstflugs in den nächsten Wochen. Einen sogenannten „Gountlet Test“ (Handschuhtest/Stubendurchgang) hatte die erste 777X noch in der Halle absolviert. Dabei war ihrer Elektronik ein Flug mit allen Abläufen vorgekaukelt worden, um die Bordysteme im Verbund zu testen.

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