in Kooperation mit
Sikorsky S-92A Lockheed Martin

Sikorsky entwickelt S-92B

Günstiger Betriebskosten Sikorsky entwickelt S-92B

Sikorsky hat auf der Heli-Expo in Atlanta die S-92B als verbesserte Version des Zwölftonners angekündigt. Vorhandene Helikopter sollen als S-92A+ umgerüstet werden können.

Bei den Änderungen standen laut Sikorsky höhere Zuverlässigkeit und reduzierte Betriebskosten im Fokus. Die Modifikationen werden die Gemeinsamkeiten de Hubschrauberausstattung zwischen den Offshore-, SAR- und Utility-Konfigurationen erhöhen und eine schnellere Rekonfiguration zwischen den Rollen ermöglichen. So sind die S-92B zum Beispiel von Leasingfirmen einfacher an neue Betreiber zu platzieren.

Die beiden Varianten S-92A+ und S-92B werden laut Sikorsky eine nahezu identische Konfiguration haben, wobei die S-92B auch mit vergrößerten Kabinenfenstern und einer größeren Tür ausgestattet werden soll.

Insbesondere werden beide Konfigurationen ein neues Hauptgetriebe der sogenannten „Phase IV“ erhalten, die aus Aluminium statt aus Magnesium besteht. Dieses Getriebe wurde bereits validiert, es kann die FAA-Anforderung von 30 Minuten ohne Schmierung übertreffen. In einem Test wurden laut Sikorsky mehr als 500 Seemeilen mit einer Geschwindigkeit von 80 Knoten zurückgelegt, ohne dass bei der Nachuntersuchung erkennbare Anomalien festgestellt wurden.

Die neuen S-92-Versionen erhalten auch leistungsfähigere Elektronik der sogenannten Matrix-Technologie der Phase eins. Diese Grundlage ermöglicht die Einführung von autonomen Landetechnologien wie Rig Approach 2.0 und SuperSearch (intelligente Suchmuster beim SAR-Einsatz). Als Option wir das CT7-8A6-Triebwerk von General Electric angeboten.

Bis zur jetzigen Präsentation hat Sikorsky schon einiges an Eigenmitteln investiert. Nun werde die weitere Entwicklung entsprechend dem Marktinteresse fortgeführt, so der Hersteller. Die aktuellen Pläne sehen eine Verfügbarkeit für 2022 vor. Der Preis soll nicht steigen.

Seit 2004 hat Sikorsky mehr als 300 serienmäßige S-92 Hubschrauber ausgeliefert. Im Jahr 2018 flog die Flotte 175000 Stunden, ein Rekord trotz der schwierigen Lage auf dem Offshore-Markt, wo Sikorsky allerdings nach den Problemen mit der Airbus Helicopter Super Puma-Familie dominiert.