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Irkut und Suchoi verschmelzen

Russische UAC bündelt Zivilflugsparte

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Russland bündelt die Zivilflugaktivitäten seiner Flugzeugbauer Irkut und Suchoi seit September unter einem neuen Dach. Damit sollen Marketing, Verkauf und Kundenbetreuung verbessert werden, um mehr Marktanteile zu erobern.

Am 1. September hätten die Vorstände der Irkut Corporation und der Sparte Suchoi Civil Aircraft Beschlüsse über die Umwandlung in eine gemeinsame Einheit gefällt, teilte die russische Flugzeugbauholding UAC mit. Auf der Basis von Irkut solle eine einheitliche Firma aufgebaut werden. Dies folge Direktoriumsbeschlüssen vom Dezember 2016. Sämtliche vertraglichen Verpflichtungen aus heutigen und künftigen Flugzeugbauprogrammen würden erfüllt. Alle Mitarbeiter seien zur Herstellung wettbewerbsfähiger, russischer Flugzeuge entschlossen.

UAC Präsident Juri Slyusar werde neuer Präsident der Irkut Corporation. Der bisherige Präsident Oleg Demtschenko, der viele Jahre lang das Unternehmen erfolgreich geleitet habe, werde dafür Erster Vizepräsident und Chefkonstrukteur der Irkut Corporation. Suchoi Civil Aircraft werde künftig für alle UAC-Flugzeugmuster die Marketing-, Verkaufs- und Kundenbetreuungsdienste übernehmen. 

Der Unternehmensumbau solle dabei helfen, den Anteil ziviler Produlte im Angebot von UAC bis zum Jahr 2035 auf 45 Prozent zu erhöhen. Dann sei der Bau von 100 bis 120 Verkehrsflugzeugen pro Jahr geplant. Außerdem sollten die wirtschaftliche Effizienz erhöht und die Produktionskosten gesenkt werden, so UAC in einer Pressemitteilung. Vor allem durch die Zentralisierung der Unterstützungsprozesse und durch die Verringerung der Leitungsebenen wolle man sparen.

Die MS-21-300 bei einem Vibrationstest vor dem Erstflug. Foto und Copyright: UAC

Dadurch wolle man Mittel für die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung russischer Verkehrsflugzeuge frei machen, die ohne Unterbrechungen zwischen den einzelnen Programmen von vereinfachter Zulassung und Lizensierung profitierten. Kern des Umbaus werde die neue UAC Unternehmenszentrale, die auch zwischen ihren Sparten Militär, Transportflugzeuge und Spezialflugzeuge Wissen austauschen solle.

Die jetzt vorgesehenen Schritte hätten auch andere Unternehmen weltweit bereits durchlaufen. Dies habe ihnen Wettberwerbsvorteile verschafft. UAC Präsident Juri Slyusar sagte: "Wir stehen an einem Punkt, an dem die alten Strukturen für neue Herausforderungen nicht mehr geeignet sind. Früher standen wir im Wettbewerb innerhalb unseres Landes. Jetzt müssen wir uns gegen globale Player im globalen Wettbewerb behaupten. Wenn wir jetzt nicht zusammenhalten, können wir nicht wettbewerbsfähig werden. Die vereinheitlichte Firma wird das Vehikel sein, um uns die nötige Wettbewerbsfähigkeit zu verschaffen. Wir richten unsere Firmenstruktur auf die Zielvorgabe aus."

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