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Jumbo als nächstes VIP-Flugzeug für die USA

Boeing 747-8-Präsidentenjumbo passiert nächste Hürde

Die US Air Force hat die zweite Beschaffungsphase zur Vorbereitung eines Kaufs der Boeing 747-8 beschlossen. Das künftige Präsidentenflugzeug der USA soll ab 2024 einsatzbereit sein.

Die US Air Force habe einen Auftrag erteilt, um die zweite Phase der sogenannten Risikoreduzierung beim "Presidential Aircraft Recapitalization Program" (PAR) einzuleiten, teilte Boeing bei Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag mit.

PAR bezeichnet die Beschaffung des nächsten Präsidentenflugzeugs der USA, für die als Basis die Boeing 747-8 Intercontinental dienen wird. Die eigentliche Bestellung soll Anfang des amerikanischen Haushaltsjahres 2017 erfolgen. Neben der Endmontage der Flugzeuge geht es auch um deren weitreichenden Umbau. Geplant ist eine Indienststellung im Jahr 2024. Danach ist eine 30-jährige Nutzungsdauer vorgesehen. 

In einer ersten Phase des PAR-Programms hatte Boeing im Auftrag des US Kongresses in diesem Jahr bereits untersucht, wie die gewünschten Sondereinbauten und Fähigkeiten möglichst kostensparend erreicht werden können, um die zu bestellenden zwei oder drei Einheiten bezahlbar zu halten. Der Kongress will einen Festpreisauftrag vergeben, der nur noch um einen kleinen variablen Teil ergänzt werden darf. Insgesamt sind knapp drei Milliarden Dollar für die Gesamtbeschaffung vorgesehen.

Im Sommer erfolgte eine Begutachtung des Programmstands durch den Beschaffungsrat der US Regierung, der sogenannte "Milestone B" Review. Er gibt die Entwicklungsplanung und die Fertigungsplanung frei. Für Mitte 2018 ist der "Preliminary Design Review" geplant, der zum Abschluss der Konstruktionsphase im vierten Quartal des Haushaltsjahres 2019 führen soll, dem "Critical Design Review".

Schon heute dienen zwei wesentlich umgebaute und mit stärkeren Triebwerken modifizierte Boeing 747-200B als US-Präsidentenflugzeuge. Sie haben, inklusive einer grossen Funkermannschaft, 26 Besatzungsmitglieder und können in ihren drei Decks 102 Passagiere, darunter den US-Präsidenten, an Bord befördern. Durch die Fähigkeit zur Luftbetankung und durch vergrößerte Triebwerks-Ölbehälter sollen diese Präsidentenjumbos bei Bedarf tagelang in der Luft bleiben können.

Airbus hatte grundsätzlich auf eine eigene Bewerbung mit der A380 verzichtet, da die vorbereitend auf Kosten des Herstellers nötigen, sehr umfangreichen Ingenieurleistungen als zu teuer eingestuft worden waren.

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