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Airbus-Werk in Mobile, Alabama. Airbus

Leichte Änderungen bei betroffenen Waren

Höhere US-Strafzölle gegen Airbus

Im WTO-Streit mit den Airbus-Partnerländern hat der US-Handelsbeauftragte am Freitag die erlaubten Strafmaßnahmen leicht geändert. Die Gesamtsumme bleibt bei 7,5 Milliarden Dollar.

Die Vereinigten Staaten erhöhen mit Wirkung vom 18. März 2020 den zusätzlichen Zollsatz für aus der EU importierte Flugzeuge mit einer Leermasse von über 30000 Kilogramm von 10 auf 15 Prozent.

Des weiteren wurden Pflaumensaft aus der Sanktionsliste gestrichen und Metzger- oder Küchenmesser zum Hacken oder Zerkleinern hinzugefügt.

Die Welthandelsorganisation hatte am 2. Oktober 2019 die größte Strafsumme in der Geschichte wegen unlauterer Handelspraktiken verhängt, und zwar gegen die Europäische Union, Frankreich, Deutschland, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Airbus sagte am Samstag, dass die Entscheidung des US Trade Representative zu „einer weiteren Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und der EU führt und damit zu mehr Instabilität für die US-Fluggesellschaften, die bereits unter einem Mangel an Flugzeugen leiden“.

Airbus werde seine Gespräche mit seinen US-Kunden fortsetzen und mit ihnen zusammenarbeiten, um die Auswirkungen der Zölle so weit wie möglich abzuschwächen. Man werde sich auch weiterhin für eine Verhandlungslösung in diesem 15 Jahre andauernden Streit einsetzen.

Eine Drohung konnte sich Airbus allerdings nicht verkneifen: Man hoffe, dass sich die Position der USA ändern wird, wenn die WTO die EU ihrerseits ermächtigt, im Mai/Juni Zölle auf Boeing-Flugzeuge, einschließlich der 737 MAX, 787 und 777, zu erheben.

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