Als die MD-11 am 10. Januar 1990 ihren Erstflug absolvierte, sollte sie die DC-10 ablösen und McDonnell Douglas im Langstreckenmarkt neu positionieren. Der Rumpf wurde verlängert, die Tragflächen mit Winglets versehen und mit dem Einbau des "Glascockpit" fiel der Flugingenieur weg. Trotz hoher Erwartungen verlief die Passagierkarriere des letzten Ziviljets aus Douglas-Hand kurz. Der Verbrauch lag über den Prognosen, Reichweite und Leistung blieben hinter den Planwerten zurück. Airlines wie Erstbetreiber Finnair, Delta und Swissair setzten den Jet zwar im Langstreckennetz ein, doch zweistrahlige Muster erwiesen sich in der Passagierbeförderung als wirtschaftlich überlegen. Der letzte Passagierflug liegt bereits über zehn Jahre zurück und fand ...
Langsamer Abschied der Dreistrahler-Ikone :Hier fliegen die letzten MD-11-Frachter
Der tragische Absturz der MD-11F von UPS in Louisville hat das Muster schlagartig in die Schlagzeilen gebracht. Einst war der Dreistrahler ein vertrauter Anblick am Himmel, heute wird er immer mehr zur Ausnahme. Die McDonnell Douglas MD-11 hat als zweiten Karriereweg im Frachtverkehr über Jahrzehnte ihren Platz gefunden. Doch auch dort schreitet die Ausmusterung schnell voran.
Veröffentlicht am 05.11.2025

Foto: Patrick Zwerger




