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Messungen für künftige Überschalljet-Projekte

NASA testet Überschallknall über Florida

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Ab dem 21. August testet die NASA über Florida den Überschallknall beim Überflug des Kennedy Space Centers. Mikrofone am Boden und an Bord eines Motorseglers vermessen die entstehende Lärmsignatur, um künftige Überschalljets leiser machen zu können.

Die NASA kündigte den Beginn der "Knall-Kampagne" für den 21. August an. Dann soll über dem Kennedy Space Center in Florida eine Serie von 30 Überschalltestflügen stattfinden, um die entstehende Lärmbelastung am Boden zu messen. Untersucht wird insbesondere, wie Turbulenzen in niedrigen Luftschichten und bei feuchten Klima die Lärmausbreitung verändern. Über Edwards hatte die NASA ähnliche Messungen 2016 bereits bei trockenen Bedingungen durchgeführt.

Die Messflüge führt eine F-18 der NASA-Flotte in einer Höhe von 32000 Fuß (9750 Meter) bei Mach 1 durch. Ihr Lärmteppich wird am Boden durch zwei Mikrofonraster mit je 16 Mikrofonen und zusätzlich in der Luft durch einen TG-14 Motorsegler mit Mikrofonen an Bord aufgezeichnet.  Pro Tag werden zwei bis drei Messflüge durchgeführt. Dabei werden Turbulenzen in niedrigen Luftschichten, in mittleren Luftschichten und besonders schwere Turbulenzen untersucht.

Die NASA will durch eine neue Flugzeugformgebung auf mittlere Sicht den Überschallknall vom üblichen, explosionsartigen, scharfen Doppelknall zu einem sanfteren, dumpfen "Rumms" am Boden vermindern. Deutlich weniger Lärm gilt als Voraussetzung, um später einmal eine Zulassung kommerzieller Überschallflüge über Land erwirken zu können. Bisher verbietet die FAA aus Lärmschutzgründen zivile Überschallflüge über Land grundsätzlich. 

 Die NASA will im Rahmen ihres Forschungsprogramms "Quiet Supersonic Transport (QueSST)" bis 2021 einen fliegenden Prototypen bauen lassen, der deutliche geringeren Lärm erzeugt. Dafür sind Mittel in Höhe von rund 400 Millionen Dollar vorgesehen.

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