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Milliardenverlust im dritten Quartal

Bombardier erhält Staatshilfen

Bombardier gab heute einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar für das dritte Quartal bekannt. Um den angeschlagenen Konzern zu retten investiert die Regierung von Québec eine Milliarde Dollar in das CSeries-Programm.

Hauptursachen für die katastrophale Bilanz sind die Abschreibung in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar für das verspätete CSeries-Programm und die endgültige Aufgabe des Learjet 85 (1,2 Milliarden Dollar). Im Vorjahreszeitraum konnte Bombardier noch einen Gewinn von 171 Millionen Dollar vorweisen. Um die CSeries voranzubringen steigt nun die Regierung von Québec mit einer Milliarde Dollar in das Programm ein. Zu diesem Zweck wird vorbehaltlich der Genehmigung der entsprechenden Behörden ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das sich ausschließlich um alle Aspekte der CSeries kümmert. Bombardier hält einen Anteil von 50,5 Prozent, die Regierung von Québec 49,5 Prozent. Die Firma bleibt allerdings im Bombardier-Konzern.  Der Transfer soll bis zum 1. Januar 2016 abgeschlossen sein. Im Gegenzug verpflichtet sich Bombardier, für die Dauer von 20 Jahren die Einrichtungen für die CSeries in Mirabel zu belassen. Gleichzeitig versucht Bombardier weiterhin, einen Minderheitenanteil an der Transportsparte zu veräußern.

Auf der positiven Seite sei die Flugerprobung der CS100 nach 2800 absolvierten Flugstunden zu 97 Prozent abgeschlossen, so dass laut Bombardier die Zulassung bis Ende des Jahres erfolgt. Beim zweiten Prototyp der CS300 sind bereits die elektrischen Systeme in Betrieb genommen worden. Der Erstflug soll noch in diesem Jahr erfolgen.

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