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Nach Absturz in Äthiopien

Auch EASA erteilt der 737 MAX Flugverbot

Ethiopian Airlines erhielt im Juli 2018 seine erste von 30 bestellten 737 MAX 8. Foto: Ethiopian Airlines

Misstrauensvotum für Boeing: Obwohl bisher noch keine konkreten Ergebnisse der Unfalluntersuchung vorliegen hat nun auch die EASA den Flugbetrieb mit der 737 MAX verboten.

Als „Vorsichtsmaßnahme“ hat die EASA am Dienstagabend (12. März) eine Lufttüchtigkeitsanweisung (2019-0051-E) veröffentlicht. „Die Ergebnisse der Sicherheitsbewertung haben gezeigt, dass eine sofortige Veröffentlichung und Mitteilung ohne den vollen Konsultationsprozess erforderlich ist“, so die EASA.

Die Lufttüchtigkeitsanweisung gilt ab Dienstag, 19:00 Uhr UTC und setzt den gesamten Flugbetrieb aller Boeing 737 MAX 8 und 737 MAX 9 in Europa aus. Darüber hinaus hat die EASA eine Sicherheitsrichtlinie veröffentlicht, die ebenfalls ab 19:00 Uhr UTC gilt und alle gewerblichen Flüge von Betreibern aus Drittländern in die, innerhalb oder aus der EU heraus aussetzt.

Man unternimmt damit „alle notwendigen Schritte, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten“, so die Europäische Agentur für Flugsicherheit. Bereits im Laufe des Dienstags hatten zahlreiche Fluggesellschaften und Luftfahrtbehörden der 737 MAX die Flugerlaubnis entzogen (siehe unsere Meldung mit einer Auflistung).

Zuvor hatte die DFS ein NOTAM veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass alle Flüge mit dem Flugzeugtyp Boeing 737 MAX 8 und MAX 9 durch den deutschen Luftraum verboten sind. „Dieses Verbot gilt ab 12. März, 18.30 Uhr lokaler Zeit. Seine Gültigkeit ist zunächst auf drei Monate, also bis einschließlich 12. Juni 2019 festgelegt“, so die DFS. Das NOTAM wurde herausgegeben, nachdem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit sofortiger Wirkung den deutschen Luftraum für MAX-Flugzeuge des Typs Boeing 737 gesperrt hatte.

FAA hält 737 MAX weiter für sicher

Trotz der weltweiten Flugverbote und dem Druck einiger US-Politiker erklärte die amerikanische FAA am Dienstagabend erneut, dass sie die 737 MAX für sicher hält. Hier das Statement des amtierenden FAA-Administrators Daniel K. Elwell:

„Die FAA prüft weiterhin umfassend alle verfügbaren Daten und betrachtet die gesamte Sicherheitsleistung von Betreibern und Piloten der Boeing 737 MAX. Bislang zeigt unsere Überprüfung keine systemischen Leistungsprobleme und bietet keine Grundlage für die Anordnung eines Flugverbotes. Auch andere Zivilluftfahrtbehörden haben uns keine Daten zur Verfügung gestellt, die ein Handeln rechtfertigen würden. Im Rahmen unserer dringenden Überprüfung der Daten zum Absturz des Fluges 302 der Ethiopian Airlines wird die FAA unverzüglich und angemessen Maßnahmen ergreifen, wenn Probleme auftreten, die die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit des Flugzeugs beeinträchtigen“.

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