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Spirit Aerosystems

Nach Produktionsstopp

Spirit baut bald wieder MAX-Rümpfe

Der größte Zulieferer für die 737 MAX soll wieder mit der Produktion beginnen – und zwar so schnell wie möglich. Darum hat das Boeing-Management nach einem vier-monatigen Stopp gebeten. Spirit Aerosystems sieht sich dennoch nach krisensichereren Aufträgen um.

"Sie haben uns gebeten, sofort zu starten", sagte Spirit Aerosystems-CEO Tom Gentile. Das Unternehmen produziert etwa drei Viertel der Teile, die in einer 737 MAX verbaut werden. Allein der Stopp der MAX-Produktion im Januar 2020 stellte daher einen harten Schlag für Spirit dar. Die Covid-19-Krise hat die Situation noch einmal verschärft.

MAX-Zulassung dauert noch

Nun haben sich Boeing und Spirit darauf geeinigt, dass Spirit bis Ende 2020 125 MAX-Rümpfe liefert. Vor dem Ausbruch der Pandemie lag das Ziel bei 216. Einem Boeing-Sprecher zufolge arbeitet das Unternehmen daran, die Produktion des nach wie vor gegroundeten Jets in den kommenden Wochen langsam wieder anlaufen zu lassen. Ein konkretes Startdatum nannte er nicht, weil die US-Flugsicherheitsbehörde noch die Umsetzung der Abstandsregeln prüft. Mit der Wiederzulassung der 737 MAX rechnet das Spirit Aerosystems-Management "nicht vor Spätsommer".

Spirit Aerosystems
Wichtiges Glied in der Kette: Spirit baut die kompletten Rümpfe aller 737 MAX, hängt deshalb aber auch stark vom Erfolg des Boeing-Jets ab.

Weiteres Standbein gesucht

Das Unternehmen bezog bisher die Hälfte seines Umsatzes aus der 737 MAX. im Zuge der beiden Krisen ist das Management auf der Suche nach neuen Einkommensquellen. Derzeit produziert es 22.000 Beatmungsgeräte für die US-Regierung und versucht an "weniger Rezessions-anfällige" des Pentagons zu kommen. Vor Ausbruch der Pandemie hat Spirit Aerosystems die Bombardier-Werke gekauft, die Flügel für Airbus A320 und Airbus A220 produzieren.

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