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Microsoft

Bei Microsoft erscheint am Dienstag der neue Flugsimulator 2020.

Neu entwickelter PC-Simulator für Windows 10 Microsoft stellt neuen Flugsimulator 2020 vor

Am Dienstag erscheint der neue Flugsimulator von Microsoft. Der neu entwickelte Simulator setzt auf fotorealistische Cockpits und Umgebungen, in die weltweit aktuelle Lichtverhältnisse und das Wettergeschehen eingespeist werden.

Die FLUG REVUE durfte den neuen Simulator bereits mit einem Microsoft-Vorab-Zugang testen, und zwar dessen "Premium-Deluxe"-Top-Version, die zusätzliche Szeneriedaten, etwa den Frankfurter Flughafen, und zusätzliche Flugzeuge, etwa die Boeing 787-10, enthält. Die FLUG REVUE testete den Simulator an einem flüsigkeitsgekühlten Eigenbau-16-Kern-High-End-PC eines Kölner Informatikers in der höchsten Grafik-Einstellung des Spiels "Ultra".

Wie erwartet läuft der Simulator seidenweich-flüssig und bietet spektakuläre, weltweite Landschaftsansichten in 4K Ultra HD/HDR. Dabei wird eine Art Fototapete der Weltoberfläche während des Fluges automatisch mit besonders markanten Objekten in 3D "aufgefüllt". Der Gesamteindruck beim Fliegen ist sehr realistisch, auch wenn einzelne Details, etwa die Kölner Hohenzollernbrücke am Hauptbahnhof, fehlen oder sich, wie die Hochhäuser des Frankfurter Bankenviertels, sich im Flug erst allmählich komplettieren. Die weltweit sehr hohe Qualität der Landschaftsdarstellung ermöglicht uneingeschränkt das Fliegen nach Sichtflugregeln. Auch der Instrumentenflug ist möglich, dann kommen, je nach Cockpitauswahl, GPS-Karten und VOR- oder NDB-Empfänger zum Einsatz.

Das Wetter lässt sich entweder manuell in mehreren Höhen einprogrammieren oder automatisch nach realer Wetterlage einspeisen, was beim Probefliegen der FLUG REVUE über Köln während eines aufziehenden Gewitters verblüffend realistische Wolken- und Lichtverhältnisse erzeugte, die tatsächlich dem sich schnell ändernden Live-Blick aus dem Fenster entsprachen. Regentropfen, Nebel und Schnee sind fotorealistisch umgesetzt. Auch Asphaltoberflächen, Rollwegbefeuerung und -linien sind detaillert abgebildet.

Die meisten Flughäfen sind sehr genau hinsichtlich Startbahnen und Oberflächen nachgebildet, für die Gebäude werden stilisierte Bauwerke genutzt, die zwar nicht fotorealistisch sind, aber echt wirken und die Ladezeiten und Rechenzeiten im Rahmen halten. Weltweit 37000 Flughäfen sind erfasst, zwei Millionen Städte und 1,5 Milliarden Gebäude. Außerdem Berge, Flüsse, Wälder und Meere, die, je nach Tageszeit, Jahreszeit und Wetter in die passenden Farben getaucht werden. Besondere Drehkreuzflughäfen und die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind im Detail und nahezu fotorealistisch abgebildet.

Unser Foto zeigt eine Boeing 747-8 beim Flug über der Innenstadt von Seattle.

An Flugzeugen stehen neben einer Auswahl von einmotorigen Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt, darunter ein Amphibium, Business Jets aber auch Turboprops und Verkehrsflugzeuge, wie Airbus A320neo, Boeing 747-8 und 787 zur Verfügung. Hubschrauber werden nicht abgebildet.

Das Flugverhalten der Cessna 172 schien beim Langsamflug mit Strömungsabriß-Warnung und Abkippen das reale Flugzeug sehr gut abzubilden. Die Systemtiefe der großen Flugzeuge wurde noch nicht genauer in Augenschein genommen. Der Microsoft Flug Simulator baut auch Vorfeldfahrzeuge und den aktuellen Flugverkehr ins Geschehen ein und bietet eine Einbindung in den Flugfunk, wozu man ein Rufzeichen eingibt.

Trotz aller Bemühungen um Realismus versucht das Spiel an vielen Stellen, auch Anfängern einen unbeschwerten Einstieg zu ermöglichen. So ist die Menüsteuerung mit Hardwarekonfiguration relativ unkompliziert und auf Wunsch können die Computerpiloten auch eine Flugschule besuchen und einzene Fluglektionen absolvieren. Auch für Fortgeschrittene gibt es längere Streckenflüge, die als "Abenteuer" mit Unterhaltungselementen in vielen Etappen zurückgelegt werden müssen. Von unbefestigten Steppenpisten bis zum Verkehrsflughafen wird die gesamte Bandbreite der Flughäfen abgebildet.

Mit dem Microsoft Flight Simulator 2020 kehrt MS nach jahrelanger Abwesentheit wieder in das Genre der Flugsimulatoren zurück. Die neue Generation wurde bei Asobo Studio in Frankreich komplett neu entwickelt. Der Simulator besticht durch seine Mischung aus Realismus, leichter Bedienbarkeit und Unterhaltungselementen. Er dürfte eine neue Generation Flugbegeisterter an die Luftfahrt heranführen. Mit dem MSFS 2020 dürfte Microsoft "ein großer Wurf" gelungen sein.

Als Mindestanforderungen nennt Microsoft Windows 10 (V. 1909) Prozessor Intel i5-4460, Ryzen 3 1200 GPU NVIDIA GTX 770, Radeon RX 570 Arbeitsspeicher 8 GB RAM, 2 GB Video-RAM Massenspeicher, 150 GB Festplattenplatz und DirectXDirectX 11. Den Simulator gibt es in drei Stufen: Standard (70 Euro), Deluxe (90 Euro) und Premium Deluxe (120 Euro).

Serienmäßige Flugzeuge in der Premium Deluxe Edition: Airbus A320neo, Beechcraft Baron G58, Beechcraft Bonanza G36, Beechcraft King Air, Boeing 747-8 (Passagierausführung), Boeing 787-10, Cessna 152, Cessna 152 Aerobat (Kunstflugzeug),Cessna 172 Skyhawk, Cessna 172 Skyhawk (G1000-Glascockpit), Cessna 208 B Grand Caravan EX, Cessna Citation CJ4, Cessna Citation Longitude, Cirrus SR22, CubCrafters XCub, Diamond DA40 NG, Diamond DA 40-TDI, Diamond DA62, Diamond DV20, EXTRA 330LT, Flight Design CTLS, icon A5 (Amphibienflugzeug),JBM VL-3 – UL, Piper PA18, Pipistrel Virus SW 121 – UL,Pitts Special S2S, Robin CAP 10, Robin DR400, Savage Cub, TBM 930, Zlin Shock Ultra.