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Neue Arbeitsverträge

Vereinigung Cockpit wirft Ryanair Ausbeutung vor

"Modernes Sklaventum": Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kritisiert die neuen Arbeitsverträge der irischen Niedrigpreisgesellschaft Ryanair scharf.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Koblenz Anfang Juli an mehreren Ryanair-Standorten in Deutschland Durchsuchungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Scheinselbständigkeit durchgeführt hat, hat der irische Low-Cost-Carrier seinen Piloten neue Arbeitsverträge vorgelegt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hält sie jedoch für nicht mit deutschem und europäischem Recht vereinbar, wie aus einer Pressemitteilung vom Donnerstag hervorgeht.

Bei den neuen Verträgen sei - wie bereits zuvor - eine Vermittlungsfirma eingeschaltet worden, um Arbeitnehmerrechte zu umgehen. "Die Verträge dieser neuen Vermittlerfirma Bluesky sind nichts anders als modernes Sklaventum", so Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit. So fänden sich beispielsweise Klauseln, wonach bei Krankheit die ausgefallene Arbeitszeit nachgearbeitet werden müsse, um nicht auf Gehalt zu verzichten. Ryanair behalte sich zudem vor, jederzeit Zwangsurlaub ohne Bezahlung anzuordnen. Damit sei für die Piloten nicht absehbar, was sie am Ende des Tages verdienen. Die Gewerkschaft rät Piloten, die neuen Verträge nicht zu unterschreiben. Ryanair solle die Piloten direkt anstellen, fordert die Vereinigung Cockpit.

Ryanair weist die Kritik laut Medienberichten als falsch zurück. Man kommentiere keine Spekulationen oder falsche Behauptungen deutscher Gewerkschaften, die vertrauliche Vertragsabsprachen mit Mitarbeitern oder ausgeliehenen Piloten betreffen, so Ryanair.

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