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Neuer Narrowbody aus Hamburg

Erster Airbus A321neo verlässt Endmontage

Der erste Airbus A321neo ist am Dienstag in Hamburg aus der Endmontagehalle geschleppt worden. Das künftige Flaggschiff der Standardrumpffamilie von Airbus soll noch in der zweiten Jahreshälfte zum Erstflug starten.

Die erste A321neo, Registrierung D-AVXA, Werknummer MSN6673, wurde am Dienstag in Hamburg-Finkenwerder auf eigenem Fahrwerk aus der Endmontagehalle geschleppt. Der Rumpf war noch unlackiert, das Leitwerk trug bereits die Airbus-A321neo-Werkslackierung von Airbus. Das Flugzeug erhält als nächstes seine P&W-Triebwerke. Noch in diesem Jahr folgt auch das A321neo-Schwesterflugzeug D-AVXB, MSN6839, mit CFM-Triebwerken.

Die A321neo ist das Flaggschiff der neuen neo-Standardrumpffamilie. Das größte Muster der A320-Familie profitiert dank seiner hohen Kapazität am stärksten von den Verbrauchsverbesserungen und Reichweitengewinnen durch die neue Triebwerksgeneration. Airbus erwartet deshalb schon auf mittlere Sicht einen Anteil von über der Hälfte der Verkäufe für das größte Modell und hofft, sich hier gegenüber der insgesamt kleineren Boeing 737 MAX 9 deutlich abheben zu können.

Unterdessen kommt das A320neo-Flugtestprogramm in Toulouse nur schleppend voran. Wegen andauernder Detailmodifikationen an den P&W-Triebwerken und nach einem Vogelschlag waren die beiden A320neo-Prototypen mit P&W-Triebwerken im gesamten Monat Mai und bisher im Juni überhaupt nicht in der Luft. Nur das dritte Flugzeug mit CFM-Triebwerken ist derzeit regelmäßig am Himmel über Toulouse zu sehen. Die bisher erreichte Flugtestzeit der Flotte liegt, nach inoffizieller Zählung, erst bei unter 500 Flugstunden. Rund 2800 neo-Flugstunden mit dann acht Flugzeugen aller Versionen und Triebwerksvarianten sind bis zur Zulassung angesetzt. Die erste Auslieferung an Qatar Airways sollte nach bisheriger Planung noch vor Jahresende erreicht werden.

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