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Airbus

Nicht ganz dicht: Treibstoffleck bei Airbus A380

Nicht ganz dicht Treibstoffleck bei Airbus A380

Aus der Tragfläche einer A380 ist Treibstoff getropft. Gegen das Leck hatte Airbus 2019 eine Drainage entwickelt. Das erweist sich als unzureichend. Europas Flugsicherheitsbehörde EASA sieht erneuten Handlungsbedarf: alle A380 erhalten jetzt zusätzliche Dichtungen.

Ein Walk-Around offenbarte ein heikles A380-Problem: Treibstoff kann sich in der Abdeckung der Tragflächen – im Bereich zwischen den Rippen 13 und 15 – ansammeln, austreten – und entlang der Flügelunterseite Richtung Fahrwerk laufen. "Wenn dieser Zustand nicht korrigiert wird, besteht die Möglichkeit, dass Kerosin auf heiße Teile des Tragflächenfahrwerks tropft und sich entlang des Flügels ein Feuer ausbreitet", skizziert die EASA den Totalverlust einer A380 in einer aktuellen Lufftüchtigkeitsanweisung als Worst-Case-Szenario.

Neue Dichtungen für alle A380

Airbus hatte 2019 bereits eine Drainage mit drei Ablaufpunkten konstruiert, um das Risiko zu entschärfen. Die Lösung verhindert Ansammlung und Austritt von Flüssigkeiten im Bereich von Rippe 13 aber "nicht vollständig", begründet die EASA weiteren Handlungsbedarf an A380 "aller Hersteller-Seriennummern".

Fünf neue Dichtungselemente und zwei weitere Ablaufpunkte sollen die Feuergefahr jetzt endgültig bannen. Die EASA räumt Betreibern zwölf Monate Zeit für die Modifkation ein. An den letzten A380 vor Einstellung der Produktion hatte Airbus die Arbeiten bereits im Werk vorgenommen.