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Airbus Helicopters: „Racer“ enthüllt

Airbus Helicopters hat in Le Bourget die aerodynamische Konfiguration seines Hochgeschwindigkeitsdemonstrators aus dem europäischen Forschungsprogramm Clean Sky 2 präsentiert.

Der Versuchshubschrauber mit dem Namen „Racer“ (Rapid and Cost-Effective Rotorcraft) ist auf eine Reisegeschwindigkeit von über 400 km/h ausgelegt. Nach der finalen Entwurfsüberprüfung im nächsten Jahr soll die Endmontage 2019 beginnen, damit die Maschine 2020 zum Erstflug abheben kann.

Das Racer-Projekt, an dem 38 Partner aus 13 Ländern beteiligt sind, basiert auf dem X3-Demonstrator, der ab 2010 die aerodynamische Verbundkonfiguration mit einem klassischen Hauptrotor und seitlichen Propellern erprobt hat. Beim Racer nutzt Airbus Helicopters aus Sicherheitsgründen nun einen sogenannten Boxwing und Schubpropeller, was Leistungsvorteile bringen soll. Außerdem sind so die Passagiere im Bodenbetrieb abgeschirmt. Als Antrieb dienen zwei RTM322, deren Leistung je nach Flugphase an den Rotor und die Propeller verteilt wird. Der Triebwerkshersteller Safran wird zudem einen Eco-Modus testen, um in einem Triebwerk ein elektrisches Start-Stopp-System zu simulieren. Der „Ruhemodus“ eines Triebwerks würde im Reiseflug rund 15 Prozent Sprit sparen und die Reichweite erhöhen. Der Racer erhält eine Zelle aus Metall und Verbundwerkstoffen, die Gewicht spart und einfach zu warten ist. Ein neu entwickelter Hochspannungs-Gleichstromgenerator macht den Hubschrauber nochmals deutlich leichter, so Airbus Helicopters.

Der Racer soll das Verbundhubschrauber-Konzept stärker auf den Betrieb ausrichten und zeigen, dass es sich für verschiedenste Missionen eignet, bei denen höhere Geschwindigkeit und Effi­zienz den Betreibern deutlichen Mehrwert einbringen. Ein Drehflügler wie der Racer könnte für die notärztliche Versorgung, Such- und Rettungseinsätze, Versorgungs- und Transportflüge sowie private und Geschäftsflüge interessant sein, so der Hersteller.

Laut Guillaume Faury, CEO von Airbus Helicopters, setzt der Racer „neue Maßstäbe für den Einsatz von Hochgeschwindigkeitshubschraubern“ und „bereitet so den Weg für neue zeitkritische Services bis 2030 und darüber hinaus“. Ziel ist es dabei, 50 Prozent mehr Geschwindigkeit als ein konventioneller Hubschrauber bei höchstens 25 Prozent Mehrkosten zu realisieren.

FLUG REVUE Ausgabe 08/2017

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