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Partnerschaft für den Überschallverkehr

Japan Airlines steigt bei Boom ein

Mit einer Investition in Höhe von zehn Millionen Dollar beteiligt sich Japan Airlines an dem US-amerikanischen Überschallprojekt Boom. Die Japaner beraten Boom zunächst nur aber könnten einmal bis zu 20 Flugzeuge abnehmen.

Japan Airlines beteiligt sich an der Entwicklung des Überschall-Verkehrsflugzeugs Boom und könnte einmal bis zu 20 Flugzeuge vorbestellen. Foto und Copyright: Boom

Japan Airlines (JAL) und Boom meldeten die neue, strategische Partnerschaft für den Überschall-Luftverkehr am Dienstag. JAL werde ihr Airline-Wissen beisteuern, um das Mach 2.2-schnelle Verkehrsflugzeug zu entwickeln. Es verspreche eine Halbierung der Reisezeiten. JAL wolle vor allem den Passagierkomfort im Überschallflug verbessern. Außerdem habe die Fluggesellschaft einen Vorvertrag über die spätere Erteilung von bis zu 20 Optionen vereinbart.

"Wir haben schon seit Jahren hinter den Kulissen mit Japan Airlines zusammengearbeitet", sagte Blake Scholl, der Vorstandschef von Boom Supersonic. "Deren leidenschaftliches und visionäres Team hat Jahrzehnte Erfahrung, die von der Technik bis zum Bordkomfort reicht. Wir wollen einen Airliner bauen, der die Flotte jeder internationalen Airline perfekt ergänzt." JAL-Präsident Yoshiharu Ueki sagte: "Wir sind stolz, mit Boom die Airline-Branche weiter zu entwickeln. Mit unserer Partnerschaft wollen wir Beiträge zur Zukunft des Überschallverkehrs liefern und unseren geschätzten Passagieren mehr Zeit verschaffen, ohne dabei die Flugsicherheit zu vernachlässigen."

Boom verspricht für sein Überschall-Passagierflugzeug auf dem Weg von San Francisco nach Tokio transpazifische Reisezeiten von nur noch fünfeinhalb Stunden. Boom will seinen von drei General Electric J85-21 Turbojets ohne Nachbrenner angetriebenen Überschall-Demonstrator XB-1 noch 2018 zum Erstflug bringen. Dagegen ist die Motorisierungsfrage des größeren Airliners für 55 Passagiere entgegen ersten Ankündigungen noch nicht geklärt. Ursprünglich ins Auge gefasste Militärtriebwerke "von der Stange" dürfen aus rechtlichen und Geheimhaltungs-Gründen angeblich nicht genutzt werden.

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