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Produktion der 737 MAX stockt - wegen eines Cent-Teils

Probleme in der Lieferkette Produktion der 737 MAX stockt - wegen eines Cent-Teils

Die globalen Lieferketten stehen unter Spannung. Fehlende Komponenten haben im Mai die Produktion der 737 MAX unterbrochen. Die Zwangspause ist inzwischen wieder beendet, das Problem bleibt – und könnte sich für Airbus und Boeing infolge des Ukraine-Kriegs verschärfen.

Bei Boeing standen vergangenen Monat die Bänder still. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" hat der Hersteller die 737-MAX-Produktion im Mai für zehn Tage wegen nicht rechtzeitig eingetroffener Komponenten ausgesetzt. Boeing-Finanzvorstand Brian West hatte zeitgleich Versorgungsengpässe bei bestimmten Steckverbindungen eingeräumt, die Produktion und Auslieferungen der 737 MAX verlangsamen.

Boeing
Die Fertigung der 737 MAX, hier ein Exemplar von TUI Airlines Belgium, stockte im Mai wegen Störungen der Lieferkette.

Aus dem Takt

Ein wochenlanger Lockdown in Shanghai hat die weltweiten Lieferketten im April und Mai aus dem Takt gebracht. Der Krieg in der Ukraine zwingt Hersteller und Lieferanten ebenfalls zum Umplanen. In Europa deckt die Luftfahrtindustrie unter anderem mehr als die Hälfte ihres Titanbedarfs aus Russland.

Airbus
Airbus warnt vor einem Importstopp für russisches Titan, der die Produktion ausbremsen könnte.

Abhängigkeit von russischem Titan

Airbus hat bei dem Schlüsselmaterial inzwischen die Lagerbestände erhöht und sucht unter Hochdruck neue Quellen. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte im April in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gleichwohl eindringlich vor einem Importverbot für russisches Titan gewarnt.

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